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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 392

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1903-01-01
Page
Seite 392 (sequence 8)
Language
German
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392 Die Wiederherstellung Israels unter den AohUraeniden. nicht zweckentsprechend gewesen zu sein. Jedenfalls wird eine den Leviten viel günstigere Bestimmung getroffen : die Leviten selbst, beschiiesst die Gemeinde, sollen den Zehnten in Empfang nehmen im Beisein eines Aroniden; sie erhalten und vertheilen unter sich die ihnen zukommenden 9 Zehntel und liefern an das Magazin den Zehnten dos Zehnton für die Priester ab. Nichts ist klarer, als dass diese letzte Bestimmung auf die Neh. XIII. 12 lf, beachtete Mussregel gefolgt ist!״ (Kosters 68). Wir würden Kosters sicherlich Unrecht gethan haben, hätten wir die so sehr überzeugende Darlegung seiner Behauptung durch einige kurze Sätze wiedergegeben. Wir haben darum diese Beweisführung in origineller Form beigebracht. Allein, so einleuchtend diese Koster’sche Behauptung auf den ersten Blick erscheinen mag, so stellt sie sieh doch bei näherer Betrachtung des Textes als grundfalsch heraus. Wenn Kosters sagt: ,,nicht, dass der Zehnt nicht aufgebracht wurde, sondern dass die Leviten ihre Antheiie nicht; erhielten“, so hat er einfach den Vers 12 übersehen, in welchem Neh, deutlich erzählt : dass, nachdem er 41 ie Sache wieder in Ordnung gebracht hatte, die Bürger »Judas wieder ilnv Abgaben lieferten : was doch nicht anders zu verstehen ist, als dass sie j e t z t wieder das 111a t en, w as sie während der Abwesenheit N 0 KV z u t h u n u n t e rlassen hatten. Nach Kosters Auffassung wäre hier zu erwarten gewesen, dass Neh. die Priester des Tempels, die den Leviten ihren Antheii vorenthalten, zureclitgewiesen hätte, nicht aber die Fürsten (11), das ist mir so zu verstehen, dass er den Fürsten den Vorwurf machte, dass sie das Volk nicht zur Ablieferung ihrer Abgaben ermahnten. Ferner fehlt doch nach Kosters Annahme jeder Grund für die neue Bestimmung in Neh. 10, 38 ff, da doch Nehemia 13, 11—13 dem Mangel, der nach der Anordnung von Neh. 12, 44 noch entstanden ist, 13, 10 leiehlich abgehoben hat. Welche I rsacho bestand also noch für die Anordnung von 10, 39? Der richtige Sinn der Erzählung ist vielmehr folgender : das Volk unteriiess während der Abwesenheit Nehemias seine Zehntabgaben an die Leviten zu liefern. Die vorangegangene Bestimmung bei der Bündnisschliessung im Tischri 444, wonach die Leviten ihren Zehntenanteil von

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