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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 390

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1903-01-01
Page
Seite 390 (sequence 6)
Language
German
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390 I>ie Wiederherstellung־ Israels unter den Ac-hameniden. ־wie auch dasjenige des Hohenpriesters Eljaschibs sehr wohl erklärlich, da Esra in diesem Falle, als Vertreter der Fa־ milie ש־ר־ה oder עז״־־ה nicht seinen Namen, sondern den derselben Familie unterschrieb, wie Eljaschib den der Familie יש ־ע Unterzeichnete. Graetz hat auch schon vermuthei, dass Esra in der Familie ,שדיך mitenthalten sei, giebt aber gar keinen Grund an, warum nicht Esra an der Spitze neben Nehemia sich unterzeichnet habe. Daran anknüpiend ist auch noch eine andere Erklärung für das Fehlen Esras möglich. Wen.□ man nämlich die auffallenden Worte "״זעל ההתובים von Neh. 10, 2 den Worten ועל ה ח.תים von Vers 1 entgegenhälr, so erscheinen die letzteren als eine sinnlose Wiederholung. Es scheint jedoch, dass der Plural der letzteren, im Gegensatz zum Singular der ersteren, nicht mit ״und aut der versiegelten Urkunde standen״ zu übersetzen sei, sondern mit ״und bei den Unrersohreibenden standen Nehemia und Zidkijahu* d. h. das Unterschreiben beaufsichtigten Nehemia und Zidkijahu, welcher letzterer wahrscheinlich mit dem schreibkundigen Zadok von Neh. 13, 13 identisch ist. Nach dieser Auffas־ saug wird auch Nehemia nicht zu den Unterzeichneten gehören. Die Unterlassung des Unterzeichnens seitens Esras und Nehemias sollte iür die künftigen Geschlechter die freiwillige Unterwerfung des Volkes unter die Bestimmung um so deutlicher zur Darstellung bringen. Endlich lässt sich auch noch eine dritte Erklärung für das Fehlen Esras und Eljaschibs unter den Unterzeichneten von Neh. 10 anführen : Unter einem Bündnissvertrag, in welchem das Verbot der Mischehen die erste Bedingung bildet (Neh 10, 31), hätte der Namen Esras, der gerade in Bezug auf die Mischehen seinerzeit eine derartige Erbit־• terung im Volke hervorgerufen batte (Esra 10, 15), dass er 13 Jahre lang mit dem Vorträge des Gesetzes auf Nehemia, der bisher Alles in Güte und Liebe durchgesetzt hatte, warten musste, un'd ebenso auch der Namen Eljaschibs, dessen eigene Kinder Mischehen eingegangen waren (Neh. 13, 4, 28), im höchsten Grade abschwächend und zum Widerspruch herausfordernd wirken müssen. Nehemias dagegen galt im Vergleich dazu als makellos und leutselig. Sein gewaltsamem Vorgehen (Neh. 1325 ל} lallt erst 13 Jahre später (Vrgl. Neh. 13, 6).

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