Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 389 (sequence 5)
- Language
- German
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Die Wiederherstellung Israels unter den Achftmenider.. 3*9 tersehrift Esras dagegen, der doch die Seele der Cap. 8 berichteten Ereignisse war, suchen wir in Cap. 10 vergebens. Dem gegenüber müssen wir darauf hinweisen, das wir oben bereits (ö. 200) gesehen,!lass die auf den griechischen Esdra begründete Vermuthung Bertholcts von dem Fehlen des Namens Nell, in Neh. 8, 9 eine ganz haltlose ist. Die Thatsache, dass die Septuaginta hier Nehemia wolil hat, ja dass sie sogar den Eigennamen ohne den Beinamen Hatirsata nennt, wodurch die etwaige Annahme, die Septuaginta hätte den Eigennamen Neh. diesem Vorgefundenen Beinamen zugefügt, von vornherein hinfällig wird, lässt den Schluss Bertholcts absolut nicht aufkommen. Wenn Bertliolet ferner aus dem griechischen Esdra 5, 40 zu beweisen sucht, dass derselbe den Hatirsata als einen Eigennamen angesehen habe, so weiss man nicht, was dieser Irrthum des gricchisehen Esdras für unsere Recenaion beweisen 8011. Umgekehrt muss vielmehr der Schluss gezogen werden: Hätte der griechische Esdra diese Bezeichnung mir 1118 einen Beinamen angesehen, 80 hätte er sicherlich den Eigennamen nicht übersehen. Wenn aber die Septuaginta den Eigennamen Neh, ohne diesen Beinamen hat, so kann der Eigennamen durch־ aus nichts irrthümlicher Weise hiiieingckormnen sein. Was nun das allerdings auffällige Fehlen Esras unter den Unterschriebenen in Neh. 10 anbetrifft, so sind hier folgende Momente in Erwägung zu ziehen. Es gilt seit Bortheuu-Ryssel als eine ausgemachte Thatsache für sämtliche Exegeten, dass die hier (Neh, 10, 2—9) aulgezählten Namen, im Gegensatz zu Neh. 12, 1 — S nicht einzelne Personen, sondern Priestergeschlechter bezeichnen, welche die betreffenden Unterzeichner zu vertreten hatten. Bemerkt man nun ferner, dass hier der Reihenfolge nach zuei'st (2—9) Priester, dann (10—14) Leviten und zum Schlüsse die Häupter des Volkes (15 — 28) aufgezählt sind, so fühlt man sich zur An־ nähme genöthigt, dass auch Nehemia und Zidkijahu als Vertreter von Priestergeschlechtern anzusehen seien, und zwar als Vertreter jüngerer Geschlechtsfamilien, die erst in der Zeit nach Serubabel sich bildeten, oder auch solcher Ge־ schlechtsfamilien, die sie selbst begründeten, während die altern, aus Serubabels Zeit herrührenden Familien ihre alten Familiennamen behielten und von ihren jetzigen Vertretern auch so unterschrieben wurden• Dann ist das Fehlen Esras