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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 387

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1903-01-01
Page
Seite 387 (sequence 3)
Language
German
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Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. 387 Sänger, die Nethinim und alle, die sich abgesondert haben von den Völkern der Länder zum Gesetze Gottes, schliessen sich hiermit ihren vornehmen Brüdern (nämlich denen, die schon oben unterschrieben haben) an und verpflichten sich unter feierlichem Eide, im Gesetz Gottes zu wandeln u8w.Ä (10, 29—40). Wir sehen, wie durch diese blosse Wiedergabe des vorliegenden Textes die gewaltigen Staubwolken, welche die neuere Exegese hier aufgewirbelt hat, in einem Nu verschwinden. Die eigentlichen Momente, welche die Exegeten hinderten, den Gedankengang in dieser einfachen Weise aufzufassen, sind darin zu finden, dass ein Exeget immer dem andern in der hergebrachten Annahme folgt, dass I. die Bundesschliessungsurkunde erst in Cap. 10 beginnt, und dass 2. das Gebet (9, (5—37) ein selbständiges sei. Dazu kommt, dass sie der sehr häufigen Consfcruction ובכל זאת״,, *bei alledem“ (10, 1) alle möglichen Uehersetzungen gaben, nur nicht die naheliegendste wie z. B. Jesaja 5, 25 u. dgl. Dass bei einer solchen Auffassung die Cap. 9—10 ohne Anfang und Ende da stehen, liegt auf der Hand1). Dass der Verfasser in Neh. 9, 3 die Leviten mit den Vorlesenden gemeint hat, ist selbstverständlich. Im Hinblick auf Neh. c. 8 braucht dies nicht nochmals hervorgehoben zu werden. Zugegeben auch, dass dieser Satz etwas deutlicher sein könnte, muss er etwa deshalb ein chronistischer Zusatz sein? Finden sich solche unregelmässige Constructionen nicht auch in tausend anderen Documenten, deren Originalität aus solchen Gründen anzugreifen niemandem so leicht einfallen wird? Ich habe mich nun noch im Besonder!! mit Bertholots und K o s t 0 r 8 Ansicht über d i e B e- Ziehungen zwischen Cap. 0 und 10 im Zusammenhang mit Cap. 13 zu äusserm Die scheinbare Zusammenhangslosigkeit von Neh. c. 9 u. 10 hat ausser den vielen Vermuthungen seitens der Exe- 9 Dass der Uebergang von 9, 37 zu 10, 1 schon in den ältesten Zeiten 80 verstanden worden ist, beweist das sehr alte Synagogonlied (für Montag und Donnerstag), dem der Inhalt unserer Nehemia-Steüe zu Grunde gelegt ist, und in de89en einzelnen Strofen die Nolhl&ge geschildeit wird, worauf stets der Refrain (10, 1) mit den Worten folgt: -״ •ובכל זאת שמך לא שכחנוUnd trotz all des Elends vergessen wir deinen Namen nicht“.

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