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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 386

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1903-01-01
Page
Seite 386 (sequence 2)
Language
German
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386 Ei0 Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. berichtet wird. Dieser allerwichtigste Act verlangte nicht nur die Gegenwart des gesamten Volkes, sondern auch eine besonders ernste Stimmung desselben bei diesem Anlass. Daher war selbstverständlich ein Festtag zu einem solchen Unternehmen nicht geeignet. Es musste dieser Act auf die Zeit nach dem Schlussfest, welches bis zum 23. Tischri dauert (8, 18), verschoben werden. Am 24. Tisehri, also unmittelbar nach diesem Feste, ging man daran diesen, ,wichtigen Plan zur Durchführung zu bringen (9, 1). Das Volk versammelte sich mit reuigem und gebrochenem Herzen (9, 1). Diejenigen, die in Gemeinschaft mit Heiden einen heidnischen Lebenswandel führten, sonderten sich jetzt von diesen ab (9; 2). In den ersten 3 Stunden des Tages wurde aus der Thora vorgelesen,. und in den nächsten 3 Stunden legteD sie ein Sündenbekenntniss ab (9, 3j, Hernach traten Leviten auf und verrichteten ein sehr ergreifendes Gebet (9, 4), worauf man dann an die e’gentliche Bundesschliessung ging (9, 5 —10, 4). Diese Bundesschliessung wurde dadurch vollfuhrt, dass einige Leviten dem Volke die schriftlich fixierte Urkunde, die aus einer ergreifenden Einleitung (9, 5—10, 1), den Unterschriften sämtlicher Voiksrepräsentanten (10, 2—29) und den Verpflichtungen auf das Gesetz (10, 30—40) bestand, laut und deutlich vorlasen (9, 5). Der Uebergang dieser Einleitung (9, 5—10, 1) zum eigentlichen Bündniss ist daher ein sehr gerader und einfach er. Nachdem in dieser Einleitung in sehr passender Weise ein zusammenfassender Ueherblick über die ganze Vergangenheit gegeben ist (9, 6 — 33), schliesst derselbe mit der Erklärung: Unsere Könige, Fürsten, Priester und Vorfahren haben deine Gebote nicht befolgt. ״Trotz des vielen Guten welches du ihnen gäbest, Hessen sie nicht ab von ihren bösen Handlungen. Nun sind wir heute Knechte in dem Lande, welches du unseren Vätern zum Genüsse seines Ertrages gegeben hast. Der Ertrag dieses Landes gehört den Königen, die du über uns unserer Sünden wegen gesetzt hast, die über uns und über unser Vermögen willkürlich verfügen und wir befinden uns in grosser Noth (9, 34—37). Trotz all dem aber 1 ,10) *ובכל זאת״.) schliessen wir ein Bündniss, und dies unterschreiben und besiegeln unsere Fürsten, Leviten und Priester und eine grosse Anzahl von Vornehmen des Volkes (10, 1—28). Der Rest des Volkes, der Priester, der Leviten und der Thorwächfcer sowie die

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