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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 4 · p. Seite 374

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1903-01-01
Page
Seite 374 (sequence 4)
Language
German
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374 Besprechungen. Mit Glück polemisieit F. an verschiedenen Stellen gegen den. in manchen Kreisen für allwissend und unfehlbar gehaltenen Halevy, so: S. 8, Anm. 1; S. 9, Anm. 2; S. 70, Anm. 3; S. 85, Anm. 3; S. 90, Anin. 2; S. 131, Anm. 5; S. 140, Anm. 1; S. 142, Anm. 4;!Noten S. V und namentlich S. VIII fl’, und S. XV, In der Notiz über Mar Ukba I, Noten 3, XI, macht F. mit Recht auf die den Historikern entgangene, nur an unrichtiger Stelle belindliehe Notiz des Sedor Olam sutta נשכיב הינא מר יעמד עזקבא אתיו ר׳ ח::אד־דזכם שלו aufmorksam. Wohl hat Graetz gemerkt, dass diese Notiz verschoben sei, aber mit Unrecht den hier erwähnten Ukba als vorgeschichtlichen Exila־r< hen eingoreiht. Die Notiz ist nämlich sicher zwischen *.;דיל נא ב und כשביב עקיב einzuschieben! Von den bisherigen wesentlich verschiedene Ansichten entwickelt F. in der Noto 111 über ״Rabs Wanderung nach Babylon״ und Note IV über ״Die lieihenfolge der Exilarchen im dritten Jahrhundert״. Viele interessante Einzelheiten wären horvorzuheben. So z. B. (S. 15) der Hinweis, dass Tosaph. Aboda sarah 8 b s. v. מכי רמו bemerken: ['דבבל התלמוד דא מציגן שדדו עזש*ן שבי* משעזר wogegen nach F. ausdrücklich sprechen die Stellen Moed kat. 12 b, Sabbat 139b, Baba batra 90 b. Es scheint mir aber, dass die Tossaphisten nicht behaupten wollen, es gäbe kein [שכר שעורי, sondern inan verfertige es nicht. Dann fallen die Widersprüche weg. Gelegentlich der Erwähnung des Dattelreichthums Babyloniens wäre auf die zahlreichen assyrisch-babylonischen Kaufverträge hinzuweisen, in denen es sich lediglich um den Verkauf von Dattel-Feldern und Dattel-Ernten handelt. So, bei Reiser, Babylonische Urkunden: XX (Cyrus), XXV, CXXVII (Cambyses), CLVI, LXVII, LXV, LXXV, LXXVI, LXXXVII, CXXXV11I 11. a. (Darius). — Die Notiz über das Neujahrsfest der Perser (Nauruz) נומדרי (Jer. Talm. Abod. z. I, 2). Die Aninerkutig über den Gebrauch von 0>14 .5) לחרירי» was nach F, nicht so sehr den Scharfsinn als vielmehr die klare Kenntnis des Gesetzes bezeichnet. Noch manches wäre zu monieren. So hie und da mangelhafte von den Amoraim, das heisst von dem Amora herrührend sein, der dieso ברייתא in ihrer gegenwärtigen Form redigiert hat. Nun behauptet Hirsen Chajes, dem Funk hier blind folgt, dass unter ר׳ שמעי] הנשיא der Vat er des R. Juda Hanassi verstanden werden müsse. Dies aber ist aus mehrfachen Gründen unmöglich. 1. wird dieser a u s n a h m s- 10 8 Rabbi Simon b. Gamliel (רשב״ג) genannt; 2. müsste dann dio Aufeinanderfolge der citierten Tannaiten in unserer Boraita eine andere sein, nämlich erst der Vater des ר׳ יהודה, הנשיא und dann der Sohn; 3. würde ר׳ נתן, der nach Cbaj. der Redactor dieser Boraita. ist, schwerlich sich, selbst und noch dazu an erster Stelle nennen ׳ 4. müssten wir notwendig annohmen, dass די נתן dieso Boraita ■ v 0 f seiner Reise nach Palästina redigieit hat; damals aber war ' יהודה הנשיא noch sehr jung, wie deutlich aus Bab. batr. 131a hervorgeht, und man kann schwerlich damals Lehrsätze oder halachische Mittheiiungen in seinem Namen in .Babylon gekannt haben. — Der geniale H. Chajes bat hier .offenbar einen unrichtigen Schluss gezogen. — Ich mein© aber, ihm sei wie ihm wolle, dass das וכאן אמרו im angedeateten Sinne iu fassen wäie und stimme hierin mit Dünner (Scholien z. St.) überein.

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