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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 4 · p. Seite 373

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1903-01-01
Page
Seite 373 (sequence 3)
Language
German
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Besprechungen. 373 Wichtig ist die Feststellung, dass R. Chisda-in den letzten vi er Lebensjahren Ii. Huna’s (203—297) sein eigenes Lehrhaus hatte, bei welcher Gelegenheit F. auf Grund der Angabe ►Schorirav. ב;ייד,וב הברא לב' רב בשנת תד׳יד die Stelle Bab. mez. 33 a corrigiert; erliest nämlich anstatt [ארבע; ן ש;י das durch das darauffolgende: ]ארבעין תעניתי entstanden sein mag, ]ארבע שני» Sein CalcuL ist ganz richtig. Es ist unmöglich, dass TL Chisda 40 Jahre lang, also während der ganzen Lehrzeit R. Huna's, dessen Lehrhaus nicht b03ucht habe. R. Chisda war zur Zeit, als R. Huna soino Vorträgo eröffnete, schon 40 Jahre alt. Aus der Ueberlieferung jedoch כי נח נמשיה דרי ד,ונא .עי י ל ר׳ הבדא למימרא דרב אדרב kann ein bindender Schluss nicht gezogen werden, wie dies F. will. Die ״oft misverstandene und nicht genügend gewürdigte“ Stolle Kiddusch. 72b deutet F. originell. כשמת ר׳ עקיבא נולד רבע בשמת רבי נולד רב יהודה, בשימת רב יד,ודד. נולד רבא, בשמת רבא נולד דב אשי. Dass R. Juda unmittelbar nach dem Patriarchen R. Joluiia erwiihnt und überhaupt hier eingereiht ist, hat seinen Grund darin, dass er einer der ältesten Tal mudred, ictoren ist. In der angeführten Reihe aber sind eben nur Koryphäen aufgezählt, welche tief in die redactionelle Thiitigkeit eingegriffen haben. R. Juda nämlich hat zu Nosikin den vollständigen Talmud in feste Form gelehrt. בשני דר׳ יהודה בל תנויי בנזיקין הוד (Beraoh. 20b). Daraus erklärt F. mich die allen auffallende Erscheinung, dass die parallele Partie des Palast. Talmud iiusserst dürftig ist. In Palästina waren offenbar die Lehren R. Judas bekannt und die Discussion über die betreffenden Partion wurde deshalb für überflüssig erachtet. In der Note ״Babylonische Traditionenu zieht F. auch die Gifctin 4״ b citierte Boraita an, welche bereits von Hirsch Chajes als klarer Beweis für das Vorhandensein babylonischer Boraitoth angeführt wird, (אגרת בקורת fol. Va Col. ah — Abgesehen davon, dass F. Dünner in seinen Scholien z. St■, misverstanden hat, scheint es, als wenn die Schlüsse, die sowohl von F. als von H. Ch. daraus gezogen wurden, nicht richtig wären. Da* fragliche וכאן אמרו wird, offenbar nur durch Raselii’s bündige Bemerkung in Gittin 1. c. בבבל auf babylonischen Ersprung gedeutet. Der Zusammenhang in Gittin und namentlich die Rasehibemorkung in der ParaUelstello in Kethubb. 94 b, woselbst das בבבל nicht Stellt, lassen vermutlien. dass diese Notiz in Gittin eino S chülerglosse sei. Das וכאן אמרו heisst nichts anderes, als dass, während die חבמיב in andoren analogen Fallen יחלוקו sagen, sie hier ([וכא> meinen : ,יעשה השליח מה שירצד, resp. סשודא עדיף» ’) Die behandelte ברייתא ist iibrigen3 eine der jüngste 1 im Talmud. Ihr Redactor lebte im Anfänge dos zweiten Amoraim-Geschl3 ׳ht*; denn er eitiert ר״ שמעו] הנשיא und dieser ist wohl kein anderer als der j"ungera Sohn des רבנו הקדוש und war seinem Bruder ר׳ נמליאל in der Macht und Würde gefolgt. Ob er diesen Titel mit oder ohne Anerkennung führte, muss dahingestellt bleiben, denn dies war auch den Redactoren de3 bab. Talmud nicht klar, daher die Frage: ר׳ שמעון הנשיא נשיא הוא או משמיה דנשיא קא:1ר. Wenn nun dies fe9tsteht, 80 kann der Ausdruck וכא] אמרו, wenn er wie Raschi meint, in Babel bedeutet, nicht anders, als

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