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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 4 · p. Seite 375

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1903-01-01
Page
Seite 375 (sequence 5)
Language
German
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Besprechungen. 375 Quellenangabe und, allerdings selten genug, Quellenbenützung. Zu der Bemerkung über ברוך שס כבוד (Note II, S. III) hätte auf die interossanten Ausführungen Büchlers ״Priester u. Cultu8w S. 175 ff hingewiesen werden kennen. VTie aus dem Gesagten deutlich zu entnehmen ist, bedeutet Funk’s Arbeit unstreitig einen wesentlichen Fortschritt in der bisherigen Kenntnis und Auffassung der Ereignisse in der von ihm behandelten Geschichtspeiiode und eine willkommene Bereicherung der einschlägigen Litteratur und bekundet, dass F. der Berufene ist, auf diesem Gebiete weiter zu arbeiten. Mit Spannung erwarten wir rocht bald den zweiten Th eil seines trefflichen Buches. Nikolsburg. I). Fouohtwang. / Dr. i. Galllfter, Abraham Ibn Esra’s Hiobkommontar auf seine Quellen untersucht, Berlin. M. Poppelauer, 19<>1. 57 S. 8. Veif. woist' nach, dass I. E. viele Erklärungen seines Hiobkonimentars Saadja, Chajjüg, Hai Gaon, Jehuda Ibn Koreisch, Menaehem ben Sarük, Chi(|uitilla und besonders Abulwalid entlohnt hat. Auch aus dem Targuru hat I. E. manches aufgenommen, dagegen wenig aus Talmud und Midrasch. Zweifellos ist Ibn Esras Abhängigkeit von seinen Vorgängern stärker als man früher angenommen hat, da I. E. nur den kleinsten Th eil der fremden Bemerkungen unter dem Namen ihrer Autoren citirt. Trotzdem ist Gallinor entschieden zu weit gegangen, wenn er (p. 4*) zu dem Schlüsse kommt, ״dass wir I. E. jede Originalität in der Wortorklärung absprechen müssen14, und dass wir ״geradezu den Eindruck einer compilatorisclien Arbeit bekommen". Es weht doch ein anderer Geist durch die Exegese Ibn Esra's als durch die der Früheren. I. E.'s Verdienst wäre sehr gering, wenn wir mit dem Verf. seine Originalität in Bezug auf das Buch Hiob nur auf die Erfassung seines Problems und seiner Autorschaft beschränkten. Denn, was letztere betrifft-, gebürt I. E.’s Hypothese, das Buch Hiob sei aus einer fremden Sprache übersetzt worden und weise deswegen so viele Schwierigkeiten auf, nicht gerade zu seinen glücklichsten Gedanken. Gcivagt ist auch Verf.’s Behauptung: ״Das Gesamtbild sämtlicher Commontare Ibn Esra’s wird ohne Zweifel dasselbe sein, wie das des Hiobcommentars״. Man kann I. E. nicht nach einer Schrift beurtheilen: er hat sehr ungleich gearteitet. Wie verfehlt es aber ist, auch bei andern Autoren von einer Arbeit auf die andere zu schiiessen, kann Verf. an sich selbst bemerken. Während seine Arbeit, so lange sie über I. E.’s Quellen handolt, gründlich ist und Sachkenntnis zeigt, wird sie im Anhang in der Uebersetzung von I. E.’s Schlusswort zu Hiob sehr flüchtig. Verf. hat (p. 51) השם יעשר, רצונו missverstanden, er bezieht רצונו auf Hiob, während Gottes Wille gemeint ist. Welchen Sinn hat denn die Uebersetzung: ״Denn Gott wird Hiobs Willen erfüllen und wird dem Ungerechten wie dem Gerechten antworten“? Verlangt denn das Hiob? Vielmohr will I. E. sagen, Hiob klagt: Wo fladot man Weisheit (28, 12)? Gott handelt ja nach seinem Willen und erhört den Ungerechten wie den Gerechten. Giebt es doch Gerechte wie Uugerechte, denen er dio Güter verleiht, nach denen sie begehren“. ״Das Herz der Witwe machte ich jubeln“ (p. 52) ist Citat aus Hiob 29, 13, was Verf. im Druck nicht kenntlich macht. An Stelle des nicht vorkommenden ידעתי כי אכנך setzt Verf. לא ידעתי אכנה (Hiob 32, 22). Dies

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