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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 4 · p. Seite 365

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 4
Article
Purim und Parodie
Date
1903-01-01
Page
Seite 365 (sequence 6)
Language
German
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Purim und Parodie. 365 zeichnet Darstellungen der Makkabäergesckichte, wie sie in jüdischen Kreisen in aramäischer Sprache, später in hebräischer Ueoersetzung, sich erhalten haben; zu unterscheiden von hebräischen Uebersetzungen des in christlichen Kreisen erhaltenen I. Buches der Makkabäer, so weit mir bekannt, in Verbindung mit anderen ״Apokryphen, namentlich mit dem Bache Judith1), alles aus neuerer Zeit. Diese zwei Kreise auseinander za halten, ist nicht leicht, d » es einer genaueren Untersuchung der betr. Bücher bedarf. Hebräische und jüdisch-deutsche Bearbeitungen der Apokryphen sind zusammengestellt in Catal. Bodl. p. 199, dazu p. 2785 n. 1339 b שפר פפר ספור המעשים Mant. 1725; Benjacob S. 629 (soll durch Verweisung auf einzelne Artikel und andere Quellen ergänzt werden); Zedner S. 140; Judith habe ich nicht weiter vo» folgt. — Zu מעשה יהודית bei Jeil. I, 130 8. XXII, II, S. XI ist Catal. Bodl. 1340 u. Luzzatto in 1871 המגיד, S. 61 nachzutragen; s. auch oben S. 64, A. I. מגלת אנטיובס bietet Stoff zu einer Monographie über Ursprung, Geschichte and Bibliographie, welche liier natärlich nicht beabsichtigt sein konnte. Manches darüber behandelt Jeilinck i. c. I u. VI S. VII. Erst als meine Zusammenötellung abgeschlossen war, brachte mir Dr. A. Marx die Ausg. Gaster's mit einer Einleitung, welche zu kritisiren hier nicht der Ort ist; ich werde mir nur einige kurze Bemerkungen erlauben. Das Alter des aram. Buches soll vorchristlich sein, so dass es als die Quelle von Talmud und Midratsch anzusehen sei (S. 6, 10, 12); in ähnlicher Weise erklärte Ilr. G. in einem Programm seine Sammlung von כעשירה als Quelle für Talmud und Midrasch. Seitdem Rapoport und Zunz ihre literarische Kritik auf dem Gebiete der homiletischen Schriften anwendeten, fehlte es nicht an Leuton, welche, teilweise aus Pietät, auf Grund des Alters gewisser Bestandteile den jüngern Büchern ein höheres Alter zu vindieiren suchten. — Dukes bezeichnete diese Männer mit dem Witze מאמיני הקדמות. — Zunz (G. V. 2. Ausg, 142, מ׳ א׳ fehlt im Index S. 512) setzt M. A. in die Periode der Gaonim; dabei wird es wohl bleiben. Dass das aramäische Buch einen liturgischen Charakter habe, soll unt. .And. die Aufnahme im Siddur von Jemen beweisen מעשה יהודית ח נ ו פ ה ף jüdisch-deutsch (1790?), bei Zedner 8. 149, ob aus Ed. Frankf. a. il. 1710 durch Salomo Salman לואגץ (lies London?) bei Benj. 355 n. 1848? fehlt ia Catal. Bodl. u. im Supplem.

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