Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Paulinische Lehre vom Gesetz
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 327 (sequence 6)
- Language
- German
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Die Paulinische Lehre vom Gebot/.. 327 migr. Abr. I 450: ״Ein" solcher (guter Huf) ,wird aber last allen Jenen zu Theil, welche, zufrieden mit den festgesetzten Gebräuchen, nichts daran ändern, sondern di(* Anordnungen der Täter treulich beobachten; dagegen gibt es Menschen, welche die Worte des Gesetzes für Zeichen geistiger Gegenstünde halten, sich vorzüglich auf die Deutung dieser vor legen, ־jene aber gering schätzen, diesen möchte ich Leichtsinn zur Last legen 118w.u ihrem ganzen Wortlaute nach an und stellt zugleich fest, dass diese Partei im (alexandrinischen Judenthuin) eine ״nicht unansehnliche״ oder, wie er schon früher gesagt hatte, eine ״starke‘* gewesen sei. Allein, es liegt das keineswegs, wie F. meint, in der Natur der Sache, und geht auch aus der Stelle selbst mit Nichten hervor. Denn Philo sagt: ELt'vsb דwzz . . .. was doch sicher* lieh eher die Deutung; ״Kinigo*1) zulüsst, als die; ״Yiele*\ Uebrigens bezeichnet sie ja Philo näher, indem er sagt: ״Sie aber betragen sich, als lebten sie allein in einer Wüste, oder als wären sie körperlose Seelen und wüssten von keiner Stad־-:, keinem Dorfe, keinem Hause oder überhaupt von keinem Umgänge mit Menschen, setzen sich über Alles hinweg, was der grösseren Anzahl wohlgefällig ist und suchen die reine Wahrheit, wie dieselbe an und für sich ist•, zu erforschen. Dergleichen Menschen lehrt die heilige Schrift nsw.w Gemeint sind also offenbar, wie ja gerade F. in einem früheren Capitel seines Buches2 * 4) fcstgestclU hat, die The r ap e u tenn) oder, wenn man durchaus will, die gewiss nicht zahlreichen radikaleren alexandrinisohen AIlegoristen der Schule, lind wenn Philo hiergegen sie streitet1), so geschieht• es wohl kaum aus dem Grunde, weil er sein conservativeres Judenthum gegen sie und ihren ״grösseren l) Vgl. Dähne (Geseh. Darstell, d. jiid.-alex. Religionsphil. I S. 66 f.). welcher in der That so übersetzt und das Wort später eigens liervorhebt. Doch ist es nicht sicher, in welchem Sinne, da auch er schon von einer ״Secte (1er Juden zu Alexandrien“ spricht. *) S. 94 ff. :') Wobei 68 gleichgiltig bleibt, wie gross oder wie Klein deren Zahl gewesen sein mag. Immerhin standen sie sozusagen ausserhalb der Gesellschaft. Uober den jüdischen Charakter der Therapouten 8. noch Delaunay, Moinos et Sibylles (Paris 1874) und neuerdinge P. Wend* land. Die Therapeuten (Abdr. aus der Jahrb. für kl. Phil. 189(3), S, 706 fl‘ und Schürer IIP, 505 ff. 4) Anders bekanntlich, sofern es sich um dem Therapoutismus handelt, in (dem noch immer fraglichen Buche) De vita contempLtiv’a, II 475 u. s.