Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 314 (sequence 26)
- Language
- German
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314 Zur Kritik des griechischen uml. massoretischen Baches Es tl. er nicht selbst zu toten wagt, schickt ihn mit einem Urias- Brief an ’Io(3zt7,:. Ein neckisches Spiel des Zufalles will es nun, dass der Karne des Briefempfängers und Vollstreckers, welchem Uria den Brief Davids überbringt, niimlrch Joab an L 7.77 לס,; anklingt. Angenommen, der Personenname Mordechai-Marduka, wäre ursprünglich von dem babylonischen Gott Mnrduk abgeleitet, so würde daraus nur folgen, dass er ein sehr geläufiger, von den persischen Eroberern über• 110mmener Käme sei, wie es in Deutschland schon seit Jahr׳- hunderten kaum noch jemandem bewusst, ist, dass Kamen wie Siegfried und Günther aus der germanischen Mythologie stammen. Und dass Hanum nichts mit dem clamitischcn Gott Chumban, Chumman zu thun hat, sondern aus dem Iranischen stammt, geht daraus hervor, dass der Name seines Vaters הכנדתא, der durch seinen zweiten Bestandteil als iranisch erwiesen ist, im ersten Compositionsglied das Wort Ha man enthält, das nach arischer Weise in der Oomposition zu Ifäma werden musste. ad p, 41. Bacher hält (in 1), Lit. Ztg. 1902, Nr. 1) meine Gleichung ברץ u. s. \v. ai. picu ״Baumwolle“, wegen des צ c für unsicher, doch vgl. arab. צגרל ai. candana; hehr. נבוכדרצר up. Nabukudra c ara; das aramäische צ hat im Pehlevi den Lautwort c, vgl. »assanidisch : be c i d ö arara. לצדו, Buch-Pehlevi: l e c a d לצר ״*־. ad p. 39. יאספתא ai. Asvattha (nicht asvatlia); altarm. Aspat ist zu streichen. ארידי; Aridi ist Name einer modischen Stadt zurZeit Salmonassars, vgl. Z. f. Assyr. ]5, 301, aitiran. *Aryadäyn. ' ad p. 42. בירה ist mit ai. pur schwerlich verwandt und hat nichts mit np. bare, bäru zu thun. ad p. 42. Im Theol. Lit.-Blatt 1901, p. 531 wird clie Gleichung דר ap. *dam, np. dnr, ai. hära deswegen bezweifelt, weil h nie zu d werden könnte, doch ist es ein bei den Indogermanisten längst bekanntes Gesetz, dass indogerxn. palatales h im Ostiranischen zu z, im Westiran, zu d geworden ist. Und dieses altind. hära ist bereits zu der Zeit von den '!raniern entlehnt, wo noch nicht der Lautwandel von h zu z bezw. d abgeschlossen war. Aus jener Zeit stammt auch eiu anderes ahindisches Lehnwort, nämlich ap. *vrija gr. Lehnw. afgh. vrize, np. bij,