Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 313 (sequence 25)
- Language
- German
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Zur Kritik dos griechischen und massoreti scheu Bachos Esther. 31*) die des massor. Textes zurück, aber sie sind in LXX fast sämtlich corrumpiert. V. P u r ist unmöglich von dem persischen *bo’jpJiyzv abzuleiten, und Lucians d>o׳j0<h7. ist aus T0jp7.׳.y. verschrieben. YI. Das Judenthum der alttestamenti. Zeit hat nichts vom Parsismus entlehnt, und aucli das Purim-Fest lässt sich mit keinem persischen Fest zusammenbringen. Dagegen lassen sich für die Entstehung des Purimfestes als eines Erinnerungstages an die Errettung aus einer grossen Gefahr, zahlreiche Parallelen linden. VII. Das massoretische Buch Esther ist aus sprachlichen Gründen bereits viel früher als das Buch Daniel abgefasst. Nachtrag. zu des Verfassers Arisches i. A. T. I, Es sei mir gestattet hier einzelne Nachträge zu Ar. i. A. T. zu geben. Viele Ergänzungen sind bereits im vorhergehenden bei Besprechung der einzelnen Wörter gemacht. ad p. 16. Auf p. 15 habe ich nachzuwoiscn gesucht, dass in Mordechai unter keinen Umständen der babylonische Gott Marduk zu suchen wäre, und es wahrscheinlich gemacht, dass dessen Etymologie im Iranischen zu suchen sei. Auch J. Oppert hält neuerdings (Z. f. Assyr. XVI, 8) ebenfalls diesen Namen für persisch und bemerkt ausdrücklich: ■״Mit. dem babylonischen Gott Marduk hat der in Susa lebendo Jude nichts zu thuntt. Juhu sagt nun p. 13: ״Die Vocalisation der UXX ג-רדכי entspricht dom Namen des assyr. Gottes Marduk, von welchen es doch wohl Nisbu ista, Doch gie'bt es im Hebr. keine Nisbo-Bildung auf ay, vgl. Ar. i. A. T. I, p. 16. Uebrigcns war in der Aehümenidenzeit Marduka ein häufig verkommender Personenname, denn zur Zeit des Artaxerxes I ist er in babylonischen Contracten mehrfach belogt und selbst ein Perser der damaligen Zeit führt diesen Namen, nämlich Marduk, Sohn des Arbak (’Ap'i־/׳ y.rtc)• vgl. Hilprecht: Babyl. exped. of the univ, of Pennsylvania, vol IX, p. 63. Dieser Name könnte arisch sein, ai. mrduka (״freundlich"), Mrdukä, weibl. Personenname. Der Anklang des Namens Mardechai an Marduk-könnte ebenso Zufall sein, wie in der griech. Bellerophon-Sage vieles an David und Bathseba erinnert. Proitos, der den Bellerophon