Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 312 (sequence 24)
- Language
- German
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312 Zur Kritik des griechischen und massoretisehen Buches Esther. d; targ., tahn., syr., רזא ,רז — phl. ap. r ä 55 ״Geheimnis4, av. ra z a 11, ai. raha s. ״Einsamkeit, Geheimnis4. LXX: tö u.׳j7׳r/if10v. Die beliebte mittelpersische Endung des */. liegt in den drei folgenden Fällen vor. המיגכא, (im Ktib), המניסא (im Kri), die erste Form ist die ursprüngliche, das י ist aber später umgestellt, um die Assimhition des ג vor כ zu verhindern, daher targ, syr. ־־. הטניכא. phl. :i:h a myänak .,Gürtel4 neben *h am y ä n, np. h a ש y fi n ״Gürtel4 ^:rtalrn. syr. Lehnw. המינא, arab.!1 am van. Hierzu gehört nach F. C. Andreas auch das in Targ. Estli. 8, 15 vorkommende ״ מיינקBand, Gurt4 aus np. *miyänak. LXX hat dafür das ähnlich klingende griech. Wort. 7:vti/.vj; eingesetzt. ״ גנזךSchatzkammer4 1 Ohr. 2S, 11 (neben dem altpers. גגז in Ezr. und Esther) phl. ganjak, das als Nom. propr. einer pers. Stadt erhalten ist, pers. Ganjak, arm, Lehnw. G a n j a k, lat. Ganzaga, gr. [iy.7׳G,s10v üipivov, ai. Lehnw. ganj ika ״Vorratskammer4. Das ‘'x/./ov, *£7/״Z0> in LXX ist aus *77V׳/// korrumpiert. סרך. Dan. 6, 3. 4. 5. 7. 8 ״Fürst, targ. סרך und פרכן ״Fürst, Herrscher4 — pbl. S a r a ko s (״Häuptling4) ein Mannesname, altiran. *saraka, av. sara ai. s’iras ״Herrscher4, ai. 8*iraska ״der Oberste, Herrscher4. LXX. tä/-tlzoü אשפנז Dan. 1, 3 ein Parsonennarnc, der nach dem Verlasser ein Beamter Nebukadnozars ist. — phl.!1 8 p a n j .״Gastfreund4, np. sipanj, Gastfreund, Ilerbergo4, vgl. Justi Iran. Nam. LXX hat dafür ,A^isy&ä. Die Untersuchung hat also ergeben: 1. Die LXN des Estherbuches ist secundär und hat den massoret. Text zur Grundlage. Sie übersetzt vielfach frei, enthält viele Zusätze und hat zuweilen manches ausgelassen. Die in ihr enthaltenen apokryphischen Stücke sind ebenso zu beurteilen, wie die in den beiden Targumim zu Esther eingestreuten E]>isoden, die ursprünglich am Purimfest zur Unterhaltung vorgetragen wurden. 1L Der corrumpierte LXX-Text lässt sich vielfach wiederherstellen. III. Die LXX hat bereits die altpersischen Fremdwörter im massoret. Text vorglefunden, jedoch sie teilweise nicht mehr verstanden. IV. Sämmtiiche Personennamen der LXX gehen auf