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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 4 · p. Seite 309

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 4
Article
Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
Date
1903-01-01
Page
Seite 309 (sequence 21)
Language
German
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[Zur Kritik dos griechischen und ma8sor0tischon Uuchoa Esther. 30U das Buch bereits längst vor Abfassung dos Buches Daniel entstanden sein; ausserdem scheint der Bearbeiten׳ dieses Buches eine ältere Vorlage benutzt zu haben, die aus der Zeit des Xcrxoa stammte. Dagegen sind die Lehnwörter des Buches Daniel abgesehen von den bereits im A. T. beknnnten persischen Lehnwörtern (,אחשררפן, דת, ׳טדי, פרס, פרתם פתגם) der mittelpersischen Periode angehörig. Allo diese mittelpersischcn Lehnwörter in Daniel sind auch sonst in der jüdisch-aram. Literatur belegt, sind als Lehnwörter auch in andere semitische Sprachen eingedrungen und sind auch der LXX verständlich. Eine Ausnahme hiervon bilden nur die persischen Beamtennamen in 3, 2. 3, 27, die sonst nirgends im Semitischen Vorkommen, und dio der Verfasser aus ׳mittelpersischen Urkunden genommen hat; und infolge seiner Unkenntnis des Persischen hat er diese Namen ganz eigenartig transscribiert. So lautet ai. v i 0 p a t i, ap. v i 1י p a t i, av. v i s p a i t i ״Clanoberhaupt“ im ן )hi. והפת bezw. וספת; indem nun der Verfasser des Daniel das :inlautende ו als die im Pohlevi gewöhnliche Lun junction ״und“ au Hasste, machte er daraus 3 .2 ,3") תפת). Ein noch in der Snssanidenzeit gewöhnlicher persischer Beamtentitel war a n d a r z g a r, was auf altiran* 11 a n d a r z a - k a r a ״Feste Einrichtungen treffend“ zurückgeht, vgl. K. C. Andreas bei Marti, Aram. Gr. u. Nöldoko, Tabari Üebers., 4G2. Da nun dieses persische Wo:rfc, dessen n Vor d nach liebr. und aram. Lautgesetzen ־schwinden musste, an zwei bekannte bohr. Wörter erinnerte, an אדר und 80 ,גזר macht der jüd. Verfasser daraus אדרגזר (3, \l. 3). Ferner war es diesem jüd. Verfasser bekannt, dass ein hebr. ז einem aram. ד entspricht, und so setzt er auch für das iruttelpersische ז ein aram. ד ein. So ist phl. עזבד (ap* ganjabara Esr. 1, S; 7, 21 : גזבר) zu גדבר ״Schatzmeister״ (Dan. 3, 2. 3) geworden. Und so ist auch das in Dan. 3, 24. 27; 4, 33; 6, «S vorkommende הדבר ״Ratgeber“ aus phl.* הגזבר entstanden, phl.* הגז np. har:j, ähanj ״Absicht“, ״Plan“, ferhanj ״Wissen“, f 0 r h a n j x d a n ״erziehen“. Dagegen konnte der jüd. Vor* fassor keinen Fehler machen in phl. דתבר, da ihm dessen beide Bestandteile bereits bekannt waren, phl. datavar ״Richter“ arm. Lehnw. datavor, p a z, np. d ä v a r, (ap. '׳״dätabara) Dan. 3, 2. 3 דתבר. Der Verfasser hat hier offenbar das Bestreben,, seinem Buche, worin einzelne EreigirisHO aus der letzten Periode der babylon. Herrschaft und

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