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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 4 · p. Seite 297

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 4
Article
Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
Date
1903-01-01
Page
Seite 297 (sequence 9)
Language
German
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Zur Kritik des griechischen urui massoretischen Buches Bsther. 297 sämtliche apokryph. Stücke dieses Buches erwähnt. An dieser Stelle sind aber für Jahn die Lesarten *Poupaföt bezw. <l>poupxrot völlig wertlos. Noch weniger kümmert sich Jahn um die Lesart die dem armenischen Uebersetzcr und der Vetus latina und dem Origenes Vorgelegen haben. Das Armenische und die Vetus latina beweisen, dass <l>po׳jpxt bereits eine sehr alte Lesart war, denn in 9, 26 übersetzt die armen. Bibel es durch pahkh ״Wachen* in 9, 28 awurkhn ain pahoc. ״Diese Tage der Wachen“ vet. lat. vigiliaSjU. in 9, 29 arm. pahpanuthiun ״Wache,“ vefc. lat. custodien tiu m wozu *auch die aus den Tagen des Cassiodorus stammende latein. Uebersetzung stimmt^ wenn sie dafür ״Conservatoros“ hat. Origenes hat für פרד CDoop, für פורים ebenfalls $poupa׳, daneben <l>oupoup£lu. Hieronymus hat phur, p hur im, und ebenso stimmt auch die syr. Uebersetzung mit der hobräisohen überein. Bereits bei der Untersuchung der Personennamen habe ich an mehreren Stellen hervorgehoben, dass die LXX gern semitische Namen, welche an geläufigere griechische Namen anklingen, gräcisiert, und dass ebenso wie עצם Jos.19, 3zu Ia<7cov und דלפון zu As^otov, bezw. ,ASsXoov, טלמן zu T£X7.u<ov geworden ist,auch פורים zu dem geläufigen, zur Bildung vieler Eigennamen verwendeten <l>poupa um gewandelt ist (vgl, Ar. i.A.T., I, p.9). . Ferner hatte ich schon in Ar. i. A. T., I, p. 1—9 darauf hingewiesen, dass Lucian für die Reconstruction der LXX nicht massgebend sei, dass das Purimfest nicht die geringste Aehnlichkeit mit dem persischen Fördiganfeste habe, und dass die . Lagardesche Theorie, die ebenfalls die Lesarten des Josephos und der armen, und syrischen Bibel unberücksichtigt gelassen habe, unhaltbar wäre. Was sagt aber ,hierzu Jahn? ״Ich bemerke nur, dass ioh an der Lagardeschen Ableitung des Wortes aus dem Persischen, welche er aus den im Lucian und LXX (hier hat Lucian die ältere Form) gegebenen Formen gewinnt, festhalto“ (p. XIII). ״Warum LXX die Wortform verlängert haben sollte, ist nicht abzusehen, also ersoheint auch hier H. als secundür“ (p. XI). Und dieses betont Jahn sogar noch in seinen Beitr, Z. LXX p. 43: ״Es wird sicher dabei bleiben, dass wegen der frappanten Aehn״ ־.lichkeit des Wortes <I>oup810c mit dem persischen Fördigän diese Form die ursprüngliche ist, und dass das jüdische Purimfesfc die nationale Umdeutüng eines ursprünglioh per״ siechen Festes ist, welches die Juden im Exil mitgefeiert und lieb gewonnen haben*. Und in Esther p. XL folgert

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