Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 296 (sequence 8)
- Language
- German
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296 Zur Kritik des griechischen und massore'aschen Buches Esther. möglich ein solches Unterfangen sei.“ Wellhausen G־. G. A. 1902, 130. Die Untersuchung der ühgeunamen lehrt uns, dass die LXX-Namen hauptsächlich infolge Consonantenum- Stellung oder infolge Angleichung an bereits bekannte Namen entstellt sind. IV. Auf Gräcisierung beruhen auch die griechischen Aequivalonte von hebr. פור und פורים. Da Jahn auf Grund einer bei Lucian sich vorfindenden Variante das Purimfest; aus einem persischen Fest entstanden erklärt, so wellen wir zunächst auf Jahns Stellungnahme zu Lucian eingehen. Lucian hat nach Jahn noch das ursprüngliche hebr. Original vor sich gehabt, weshalb er auch Ruders Übersetztals die LXX“ (p. 34). In p. 34 hat Jahn deshalb den Satz 5, 16 nach Lucian gegeben. Ganz im Widerspruch dazu wird Lucian an den übrigen Stellen mit Recht für secundär erklärt. Lucians \\<7ur,poc, das mit dem hebr. Wort übereinstimmt, ist nach Jahn nicht ursprünglich (p. 1). ״Lucian lässt diesen ganzen Satz aus״ (p. 14). ״Lucian hat die ganze Partie von 2, 15 an gewaltig gekürzt.“ (p. 21). ״Lucian fügt hinzu־״ (p. 34). ״Lucian ändert“ (p. 37). Bei Lucian scheint in 7, 4 ״usva׳r:s<7srv verlesen zu sein“. In 8, 11 ist Lucians a0*7־^aus6v für H. לאגד eine sinnlose Entstellung au3 owroTiXüsw“. (p. 44.) ״Lucian macht daraus avayv6ta9־at, um den Anstoss wegzuräumen“ (p. 39). ״Nach Lucian 8, 17 lassen sich 'die Juden noch einmal beschneiden“ (p. 53). Auch sonst werden Lucians Lesarten von Jahn für wertlos gehalten, so z.aa7;־rs<71>x׳. ,in 3,2. 5; ferner die .Eigennamen: Ovxgtvj,’Ayaö־x?, ’AÖs'Xoov, (I>a<73c, *Pz.pvz, ,Aoapva-p, F2cya9apSa3־a, ,l^a&ooÖ•, OsSsuttjc, ©suSstt;;, ■*Agtswü. Und dennoch zieht Jahn den für das Estherbuoh bedeutsamsten Schluss aus einer Variante Lucians. Für das hebr, פורים hat nämlich LXX in 9, 26. 28. 29. tI>poup5d neben den Varianten *?poupara, 1hpouptjjL, *hpoupcdp,, wahrend die besten Handschriften , des Josephos, der im 1. Jhdt. n. Chr. lebte, <!>0upat01 haben, daneben die Var. <I>poup5äot. ■ Und nach Jahn hat sogar Josephos zuweilen die ursprünglichste Lesart, so 4, 14: ״Für רוך« והצלה hat Josephos bloss ß071Ö־st«, vielleicht ist הצלה Glosse“ (p. 31). Aus Josephos und Lucian geht nach Jahn hevvor, dass LXX in 1, 3 ועד כוש ‘ausgelassen habe. Uüd dem Josephos hat die LXX Vorgelegen, weshalb er auch