Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 7)
- Language
- German
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Zur Kritik des griechischem und massoretisohon Buches Esther. 295 Sg, gotisch swistr aus idg. swesri oder lifc. strovö aus 8ro v d, ksl. aozdri aus nozri entstanden ist, vgl. Brugmann, Ghrundr. d. vgl. Gr., I2, 772. 776. 778. Ebenso ist aus phonetischen Gründen die hebr. Lautgruppe mr. in LXX durch pßp wiedergegeben, vgl. Zsp-ßpy-v, Josephos: Zsafipav׳/,;, Lucian: ZzjjJ^xv hebr. זמרן LXX Sxu.ppi II Chr. 29, 13 :״המרי שטרגי Nu. 26, 24 ־= Sajißpausi Mau/3p״/j, Josephos Matxjip•^ hebr. ממרא; NsßpwS aus Nsa^pcoS נמרים;נמרוד Jer. 48, 34; Jes. 15, 6 Naßpsio., und die hebr. Lautgruppe bn ist in LXX zuweilen zu uv geworden, vgl. Aiava ז~ hebr. לבנה, wie ahd. st im na: got. stibna. פורתא ap. Parvata, so dass im massor. Text eigontlieh פרותא ZU erwarten wäre, wofür LXX *bapaaJa hat; da das Griechische kein v hat, so bleibt es häufig unbezeichnet. Auch das syr. פרטלט, dessen letzter Teil aus dem grioch. Namen corrumpiert ist, weist auf die ursprüngliche Lautgruppe פר hin. LXX: <b7.p7.aJa, *4>apaSaJa, BapSaJa; Lucian : *ba-paAaJa, OapSaOa, PayaoapSa Ja. <I>apa$aJa ist durch Verlesung aus dem hebr. פרותא entstanden, indem das ו, wenn dessen Kopf ein wenig verlängert ist, zu d (ד) wird, armen. Phardatha; Origcnes «PovpaJä Hieronymus : Phoratha, äthiop. Pherdalä. Jahn erklärt den «PaprAaJa für einen ״weiblichen Maulesel,u indem er es für eine Weiterbildung vom fern, stat. constr. רדת$ ]!a!t7 was unmöglich ist-, 'אספתא (~ ap. *Aspata), syr. אאספות, LXX: dbaaya, <bay7., dfoaya; Lucian: d,aoa, d>apva, Woapvap; Origenes ’AptoaJa, dessen paus a corrumpiert ist, armen. Phazga; Hiaronymus: Espatha, afchiop. Phasgä, LXX: #>7.<77ץ. ist aus *bacJa corrumpiert, das wieder infolge Silbenumsteilung aus *A<7<paJa hervorgegangen ist. :i*<ba<7Ja ist deshalb zu <Pxg*(jx. umgebildefc, weil letzteres ein in LXX mehrmals vorkommender Name ist, vgl. Deut. 3, 17; 34, l; Jos. 129 3; 13, 20, wo auch Lucian ganz richtig d>ac7ya hat. Jahn dagegen hält dhacya für ursprünglich und giebt folgende Erklärung: ״da der ötamm :״ פסspalten44 bedeutet, so könnte man daraus ebenso den Begriff des Errettens entwickeln; oder ist *פסגה . «Pacy« aus *פסחי Paschalis corrumpiert Pu Somit habe ich dargelegt, dass die Namen des griechisehen Buches Esther aus denen des massor. Buches corrumpiert sind, und dass die im massor. Buche Esther enthaltenen Eigen״ namen primär sind. ״Jahn versucht die griechischen Namen auf hebr. Etyma zurückzuführen, u« beweist nur, wie völlig un-