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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 4 · p. Seite 292

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 4
Article
Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
Date
1903-01-01
Page
Seite 292 (sequence 4)
Language
German
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292 Zur Kritik des griechischen und roasaoretischen ,Baches Esther. Bäreyä. LXX Bxpsx ist aus dem ihm im Text unmittelbar vorhergehenden Namen seines Bruders פורתא corrumpierfc, denn hehr. פ ist zuweilen von LXX als B gelesen worden, vgl. B'/r/x פסגה, Ba1>0\>px פתורה. Ausserdem ist diese Umbildung zu Bxpcx noch dadurch begünstigt worden, dass Boccia, ein bereits in LXX vorkommender Name ist, vgl. Gen. 14, 2. Aus Bxp7׳x ist dann durch Verschreibung Bapsa, Bxoz\ geworden. Jahn dagegen construiert sich für diese drei griech» Varianten drei urhebräische Varianten, die der LXX Vorgelegen haben. Und zwar h$t der ursprüngliche jüd. Verfasset in seiner Gutmütigkeit dem gehenkten Sohn des jü« dischen Erzfeindes einen derartigen gottvollen Namen an-;gedichtet, wie ihn ein Jude aus ehrwürdiger Scheu nie zu tragen sich erlaubt hat, denn *״ בריהGottessohn“ würde jeder als Gotteslästerung empfunden haben. Dies mag nach Jahn einen späteren Juden dazu bewogen haben, diesen Namen in *״ בראלGottessohn“ umzuändern. In noch späterer Zeit wurden aber nach Jahn die Juden 80 fanatisch, dass sie sagten: ״Ein Heide soll nicht den hebr. Gottesnamen, am wenigsten den Jahwenamen führen“ (Jahn p. 55), und 80 liessen sie ihre Wut an diesem Hamanssohne aus und siempelten ihn zum ״ בר רשעFrevlersohn“. Dagegen haben sie den Jahwenamen in drei anderen Hamanssöhnen und in fünf weiteren heidnischen Personen stehen gelassen (vgl. unter י(זרש Uebrigens hat nach Jahn der secundäre hebr. Text den ״Frevlersobn“ wieder zu Ehren gebracht, denn .אדליד enthält nach Jahn wieder den Jahwenamen. Diese ganze Theorie ist schon aus dem Grunde falsch, weil die hebr. End. יה — nie gr. zx sondern tx, zix ist, was ich bereits bei Besprechung des בזתא ausgeführt habe, ferner ist hebr. אל nie =5 gr. z\ sondern rt\ vgl. LXX lassIa£17j\ , IxsivfX, Isjrö־a־/j\ I<7p3cvj\ Mzk/j1ri\9 Ms7׳cofsßr.X, Msvxßsr.X, Mr/xr^k, BscrsTji, BxribiX, OupvrJ., *PcO.tiyia, Taßeך,\ ’AßtvfX. אריסי (=> ap. Aryaeaya); syr.: עריסי; LXX: PouaxTo;, Po^xvo;; Origenes: 5Apicat; arm. Aruphes (vor aniautendem r wird gewöhnlich a vorgeschlagen); äthiop. Böpheyön Hieronymus: Arisai. Dass auch die LXX אריסי vor sich gehabt hat, geht aus^ ,Apcaro; hervor, 8. unter ארידי. Nach Jahn ist nur PouoaTo; richtig, was auf **,״ רפא ידArzt Jahwea“ zurückgehea soll. Einen solchen herrlichen Namen haben nach Jahn selbst die späteren Juden dem Sohne des jüd. Erzfeindes gelassen, dagegen hätten sie den au

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