Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 3 · p. Seite 226

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 3
Article
Der Nomos
Date
1903-01-01
Page
Seite 226 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2829132-2829768-2829772-2884552--32040-2884599
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

226 Der Nomos in phiionischer Beleuchtung. einer, lehrt das Treft’liohe und Nützliche, wodurch das ganze Leben zum Besseren gestaltet wird. Es sind das die zwei obersten Capitol, die unzählige Einzellehren enthalten, das der Frömmigkeit und Heiligkeit in Bezug aul Gott, das der Liebe und Gerechtigkeit in Bezug aul' ]Mitmenschen (11.. ־ja 2S2 AL) 7.7 7.7727777/: 5a bis Si/.y.t/j'TÜv•/;:. .Hierher gehört auch die wegen der hom ile tischen Vor w er thung 11 er Schöpfung 'geschieh tc interessante andere Steile 1)0 Decu!. II. 97נ AL ״In allem folge Gott, dass er eine Welt in sechs Tagen schuf, soll dir das Vorbild sein, dass du dir eine Zeit bestimmst für praktische Thätigkeit, aber auch dass 1mm dem Studium der Weisheit 01 )liegen müsse, dazu ist Vorbild der siebente Tag, denn an ihm, heisst es, überschaute <Jott prüfend, was er gemacht; so sollst auch du das Weltall wie dich selbst hetrachten, alles, was zur Glückseligkeit, ithzielt. Solches Vorbihl der Verbindung der besten Lebensthätigkeiten, der Praxis und der Theorie, wollen wir nicht unbeachtet lassen, vielmehr auf dasselbe bückend die Bilder davon der Seele einprägen, die sterbliche Natur der unsterblichen so viel als möglich näher bringend״.Von den sabbathlichen Lclirversammhingen spricht Ph. an zahlreichen Stellen sonst, wie De Vita Mos. 1, 111 £ 27 ed. Rieht. (II 167 AL), Q. »mm, Prob. üb. II. 45S M., Frngm. II 630 M., was nicht blosse Wiederholung, indem die Stellen inhaltlich thei!weise einander ergänzen. Von besonderer rcligionsgesehichtl. Bedeutung ist die Frage, was Gegenstand dieser Sabbatbvorfcräge gewesen. Bach dem Charakter der jüdisch-alexandrinischcn Schule steht zu ver״ muten, dass cs Philosophie gewesen, dafür sprechen auch sämmtliehe Stellen bis auf die Fragmente. Wp ov ysj\ sl;־s7t vüv 7דa; i'wSou.7.1: T0’j?>7p;0l ty,v ׳r77.vpt.0v olaoc?c*o7[׳.v heisst es t. 1, J)o Vita Mos. I. III § 27 cd.' Kicht. am Schlüsse: Seitdem (d. i. seit den Tagen Moses) beschäftigen sich die Juden an den Sabbathen mit der vaterländischen Philosophie. Man weiss aus der anderen Stelle, Q. O. P. L l. 1. was es־־ mit dieser Bezeichnung 7;i׳rp10; «pfXo'joota auf sich hat, es ist die Allegoristik, mittelst deren uniti sieh einen Schrifttext eben so zurechtlegt, dass darauf Philosophie gebaut werden kann. Und dass es von den drei Teilen der Philosophie, die die damalige Zeit unterschied, dem X0־/vz4v, dem <po<71x.67, dem rjhxov, nur das letztere, die Ethik wird gewesen sein, ist wieder aus inneren Gründen wahrscheinlich. Sagt es auch unser Autor ausdrücklich nur von den Essäern ebend.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.