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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 3 · p. Seite 221

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 3
Article
Der Nomos
Date
1903-01-01
Page
Seite 221 (sequence 8)
Language
German
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Der Nomos in phiionischer Beleuchtung. 221 Hauptcharakteristicum pontateuchiseher Gesetzgebung, als ein Axiom derselben, bezeichnet. Es ist ihm der Krklärungsgrund, dass der Pentateuch, für ihn nur ein Gesctzgebungswerk, mit einer xcxju.07:0ua. beginnt, indem damit bekundet werde, dass ״der Nomos den Gesetzen des Kosmos folge, die Einrichtung des Weltganzen aber auch ebenso den Nomos wiedcrspiegele“, (De opif. Mundi 11 M.) So ist ihm die Sabbateinsetzung nur ein Beweis der Grosse des Gesetzgebers, der es verstand auf die Stimme der.Natur zu horchen (De Yit. Moys. III § 27 Rieht), so haben die Erzväter, ohschon ztt einer Zeit lebend, da es auch nicht geschriebenes Gesetz gab, indem sie die Natur als das älteste Gesetz zur Riehtschnür nahmen, ihr Leben doch durch und durch im Sinne des Nomos, des geschriebenen Gesetzes, gestaltet♦ Die Erz״ väter stellen das ״beseelte Gesetz, die Verkörperung des Gesetzes® dar, das ist nach Philo die Stellung der Erzväter in der Religionsgeschichte, womit er auch die Geschichte der Patriarchen einleitet (De Abrah, § 1 Rieht. II, 1 M.) Die Stolle ist besonders instructiv, 80 dass ieh es mir nicht versagen kann, die IJebers. hierher zu setzen. ״Zweierlei hat dio heil, Schrift mit der P&triarchcngcschiohte lehren wollen, einmal, dass das geoßenbarte, für Menschen gegebene Gesetz, von dem Naturgesetz nicht verschieden, sodann, dass es für die; die nach dem vom Gesetzgeber ausgestellten Gesetz leben wollen, dies nicht schwer fallen kann, sofern dio Früheren (die Patriarchen) sich des ungeschriebenen Gesetzes, ehe noch Einzelbestimmungen gegeben waren, leicht und unfehlbar bedienten״, worauf dann das Obige folgt. Wenn der Midrasch in Anknüpfung an Gen. 26, 5 diese Ueberein״ Stimmung des Lebens der Patriarchen mit dem späteren Buchstaben des Pentateuchs gar bis auf das Ritual- und Coremonialgesetz constatirt in dem bekannten אפילו הלכות עירובי הצרות היד. אברה׳ יודע (Ber. r. Par. 49), 80 gehen dor Midrasch und Philo getrennte Wege. Es ist auch die Parallele, die C, Siegfried, Philo von Alex. (S. 151) zwischen dem phikmischen Axiom und der Idee im Jalkut הקב״ה סבים בתורה ובורא את העולם also dass er in dem phiionischen eine Fortbildung des Palast, Midrasch erblickt, durchaus nicht zutreßend. Im Paläst. Midrasch ist zunächst alles mystisch, bei Philo durchaus rationalistische Theorie; sodann hat der Midrasch Kosmologisches, gleichsam die Rolle, die die Thora bei der Welfcschöpfung gespielt, im Auge, Philo dagegen verbleibt

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