Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 210 (sequence 10)
- Language
- German
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- Origen 2× ep/1025440
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210 Zur Kritik dos griechischen und wussoretischen Buches Esther. der in 2, 21 u. 6, 2 und im apokr. Esther 1, 13 vorkommt, wo sich auch die Varianten <7(־.ppi;, 0apa; finden. Das lk>uya»}׳/v in 7, 0 hat ursprünglich für hebr. 10 ,1) בגתא) ' gestanden. Hieraus ist durch Silbenumstellung die Lucianische Form liervorgegangen, während *Ayaö5־cs ein echt griechischer Name ist. Nach Analogie der vielen asiatischen Eigennamen, die im Griechischen erhalten sind und mit צ* gebildet sind, hat Josephos aas Bouyocihx ein SaßoojjaSx; ge־ macht. Nach Jahn setzt das 0xppa, Oapi? entweder ein hebr. הרה oder ein הרע voraus, das nun im hebr, zu :תרע entstellt, sei. Dass aber (r)api; die genaueste Transscription von H. הרש ist, will Jahn nicht sehen. Woher ’Oapsßcox, 130uy5d>7., Booyy.ilav, Booya^iv, ,,Ayxilx; kommen mag, verrät uns Jahn nicht, dagegen sollen Lucians Faßoed-i; aus hebr. *גבהוהיה und Josephos* Xxßouyjxftx; aus *הדר TOI entstanden sein, was lautlich unmöglich ist, denn hätten diese hebr. Formen existiert, so wären daraus nur ZaßooO־s{a bezw. Zxßo’AKx und Z7.[ioufVS7.fJ bezw. geworden. Uebrigens woher soll Lucian dieses sogenannte hebr. Wort genommen haben, hat er es selbst fabrieiert? 1, 10 בגהא (= ap. *Viyäta), svr. בגתא, LXX B<opcf£/i,. B<opi£, Bapa^t. Auf den masorefcischen Namen gehen dagegen zurück Faßaüx (wo Consonantenumstellung vorliegt) im apokr. Esth. 1, 13 und Bouyadx 7, 9. Origenes : Bscyadi (Bapa(׳.); armenisch. Buraze; äthiop.: Bulfize; Hieronymus. B agatha, Bcopx^r, entspricht nach Jahn einem arara. *כר רזי, bezw. hebr. *״ ב; רזיSohn der Abmagerung“. Abgesehen davon, dass ein ״Sohn der Abmagerung“ als Eigenname nirgends, zu belegen ist, so ist es auch lautlich unmöglich, denn dieses hätte nur zu Bappa£1 bezw. werden können, während gr. <0 nur auf ein hebr. <5 zurückgeht. Zwar verweist Jahn auf das punische Bomilkar, das nach ihm aus Ben Molkart entstanden sein soll. Doch vgl. Nieses Artikel in der neuesten Auflage der Rcalencyclopädie vonPauly,naoh welchem die bessere Lesart Bo<SpuX>ca' ist die für ursprüngliches Bodmelkart steht. (1, 10) אבגתא (= ap. Avayäta), Origenes: 'Aßayx&a, syr. אגברהא ist durch Angleichung an die griech. Form Faßoud־i; (7, 9) entstanden; LXX Zaä4&׳^0־, Z7<ßai>x\)’x> letztere Form kann aus *Zv^ayafri entstellt sein; indem die anlau־ tende Conjunotion ו im massoretiseben Namen als ז gelesen wurde (vgl. רהב LXX Zooß), ist so dieser griech. Name 4