Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 8)
- Language
- German
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208 Zur Kritik des griechischen und üiassoretischen Buches .Esther. winnen; aus demselben Grunde wurde אדמת zu אדמתא“ (p. 8). Also zunächst 8011 ein", unsinniges ״ אדמת תרשישErdboden von Tarsis“ in den Text gesetzt sein, dann sollen die jüdisehen Schriftgelehrten, trotzdem sie damals ausgezeichnet hebräisch und aramäisch kannten, aus dem 8tat. constr. אדמת ein grammatisch unmögliches אדמתא gebildet haben. Und dass שתר aus שר entstanden sein soll, ist unglaublich. Wie einfach sind diese Namen aus dem persischen zu erklären. Letzteres ist ap. saiüra, av. soii>ra, was auch in dem zusammengesetzten persischen Namen שהרבוזגי Esr. 5, 3. 0; 6, 6. 13 vorkommt (vgl. Ar. i. A. T. p. f>3 u. 92). אדמתא dagegen ist aus altiran. *ad am ata ״der Unbezwingbare“, gr. aÜi1j.5cT0;. ein Mannsname, entstanden. Ueber die iran. Bildung vgl. av. yazata, dnrösata, ap. hu ba rata, ai. dar^ata, yajata, brliata. Von derselben Wurzel dam ״bezwingen“ ist auch der griechische Mannsname ".\Sa7.vo; (״der Unbezwingbare*) gebildet. Einen mittelpers. Personennamen Admct, den ich in Ar. A. T. angeführt habe, giebt es nicht, vgl. hierüber Justi, Berl. Phil. Wochenschr. PJ02, p. 949. Prüfen wir nun Jahns Behauptung: ״Die Ableitung der Eigennamen der LXX aus dem Semitischen ist leichter als dio der Eigennamen des IT. aus dem Persischen“ (p. 12). רשתי (ap. Vasti) wird von LXX ganz richtig durch \Wtlv wiedergegeben (n tritt in LXX zuweilen an einen vo- Ualisch auslautendort Namen, vgl, Uooyaftx neben BouvaJy.v, ll>Äp^77.vs<7T7.v). Josephos und Origenes (>jy/7T׳.v (ו wird zuweilen durch סס wiedergegeben). Lucian: Öjy/7721v; armenisch: As tan c. Nach Jahn ist der weibl. Name 'A<7tiv aus dem hebr. Mannanamen אשתון bervorgegangen, was unmöglich ist, denn gr. iv ist stets — hebr. in und nie hebr. ön.! 10 ,1) מתומן) (= ap. Vahumanö), im syr. Text מהימנא j dessen י aus ו verschrieben ist, da dom Abschreiber das syr. ״ מהימןEunuch״ vorschwebte. LXX Ayy.v, armenisch Aman; Origenes M^ouaiv. Vet. lat. Maosma. Aethiop,: Ilamä“. Jahns Beweisfiir die Ursprünglichkeit des ’Aazv ist folgender: "המן dürfte, wie ein Targum annimmt, mit dom nachher erwähnten Ha man identisch sein und in LXX eingesetzt sein, um diesen zum Eunuchen zu degradieren, II. dagegen fühlte das Bedürfnis, beide zu unterscheiden und machte מתומן daraus“. Dieser von Jahn .erwähnte Targum ist frühestens im 7. Jhvh. nach Chr. entstanden, und ist demnach von LXX beeinflusst. Die Vet. lat hatte noch in seiner Vor-