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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 3 · p. Seite 200

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 3
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1903-01-01
Page
Seite 200 (sequence 8)
Language
German
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200 Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. Chronist eine derartige Erklärung weggelassen haben? Etwa um nicht merken zu lassen, dass das Gesetz beim Volke neu war? Aber das und gerade nur das berichtet er ja selbst (8, 9b, 14, 13, 1, udg.). Wenn Meyer, Siegfried und Bertholet gestehen, dass 7 b sehr wohl dem Original angehört, so wüsste man nicht, ob es nicht gerathener wäre, eher das "״ו in ״ח־זלוים״ für ein Corruptel zu halten, als 7 a für chronistischen Zusatz zu bezeichnen. Welche1 Begründung hat denn überhaupt die Methode, jeden Levitennamen als eine chronistische Zuthafc zu betrachten? Ist denn der Bericht von Esra S, 15—19, den als echtes Ich-Stück kein Exeget bezweifelt, nicht vielmehr schmeichelhafter für die Leviten als alle die Stellen, die dom angeblich levitenfreundlichen Chronisten zugeschriebei! werden? Oder hätte denn der Chronist nicht damit genug gesagt, dass in 7 b die Leviten ohne Weiteres als die Lehrer des Volkes bezeichnet werden? Bertholet (Marti 1902, 68) verlegt nun Neh. c. 8, in welchem Nehemia direct und leitend mitwirkt (Vers 9), in das zwölfte Jahr vor der Ankunft N e 11/8 und bringt das Datum von Neh. S, 1 mit Esra 7, 9. 10, 9. 16 —17 in Verbindung. Gegen Keil. 8, 9, das seiner Auffassung direct widerspricht, sucht sich Bertholet folgenderinassen zu helfen. Im griechischen III. Esra nämlich wird der Namen Nehemia in 8, 9, nicht genannt. Das 8011 nun beweisen, dass der Namen Neh. ursprünglich nicht da gestanden habe. Wer aber wird einen solchen Schluss für einen gesunden halten V Muss man nicht vielmehr aus der Thatsache, dass der griechische Esdra den Tirsatha wohl h a t, den Eigennamen Neh. aber nich t, während die Septuaginta den Eigen- »amen Neh. bringt und den Tirsatha verschweigt, den Schluss ziehen, dass der masoretische Text gerade hier den richtigen Text hat, während die Septuaginta und der griechische Esdra gewohnheitsmässig die Namen unvoll־ ständig wiedergeben? Bertholet fragt: Was soll-den grieckischen Esdra veranlasst haben den Eigennahmen Neh., wegzulassen? Wir aber!ragen dagegen: Was soll den griechischen Esdra veranlasst haben, den Tirsatha, selbst wenn er ihn für selbstständig hielt, zu erwähnen § Wer 8011 denn dieser Tirsatha gewesen sein? Was soll ferner die Septuaginta veranlasst haben, hier gerade den zu nennen, wenn dieser doch im Original nieht vorhanden gewesen wäre?

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