Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 8)
- Language
- German
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Zur Kritik des griechischen und massoretischon Buches Esther,!17 sprüngliehe Bestandteile des hebräischen Dnnielbuchcs, vgl. C. Julius, Die griech. Danielzusätze, Freiburg 1901. II. Die LXX hat bereits die altpersischen Fremdwörter im massoretischen Text vorgefundon, von denen sie manche nicht, mehr verstanden hat. 1, 3 u. 6, 9: הפרתמים וערי המדינות, wo das erste Wort (— ap. fratama) gerade die pers. Verhältr.isse charakterisiert (vgl. des Verfassers: Ar. i. A. T. 27) wird von LXX übertragen durch xal Tote *pyouct twv <7a?pa7ro>v, Das svSo;ot entspricht begrifflich vollkommen dem פרתסים. Jahn aber, der dafür נכבדי in den hebr. Text setzt, erklärt: ״II. ist überladen, פרתטים fehlt in LXX, es sollte an Stelle von שרי המדינות treten, doch ist wie oft boides neben einander stehen geblieben״. Die 8vr. Uebersetzung hat dieses pers. Wort zu ״ פרתויאParther“ corrumpiert, jedoch verstand sie noch dieses Wort, indem sie es glossiert durch רבנא •דמלנא. Vergebens sucht man nach einem Grund, warum Jahn für das pers. גנזי in 3, 9 das gleichfalls pers. גנזך setzt. Der hebr. Ausdruck für גנזי ist גשנה ,לשכה, was ja von LXX gewöhnlich durch das auch hier für גנזי verwendete Ya£o׳p’Aa;uov wieder״ gegeben wird; vgl. II lieg. 23, 11; Esr. 10, 6; Neh. 3, '30; 10, 38; 12, 44; 13. 4 ff; Ez. 40, 17. Dagegen hat LXX für גנזך I Chi*. 28, 11 Zzzyov (Var. Zx/-y/»>), das aus VavJ/>£ corrumpiert ist. 1, 6 lautet im masaor. Text: *Auf einem St.oinpflaster von Alabaster und weissen Marmor und mit דר und mit דר \פהר,ת ist nun — alfciran dara np dur, ai. hara ״Perle״ (Ar. i. A. T. 42); es wird von LXX durch ,XtO-o; Tvlwloc übersetzt, was auch Jahn stehen lässt. סחרת, dessen Endung das bekannte hebr. Suff, eth ist, ist aitlran. 8 u£ra np. 8ury, 8ur, suryäb ״rotb, rothe Farbe, Purpur״, so dass also der Schluss von 1, 6 zu übersetzen ist: ״Mit Perlen und mit Purpurfarbe״. Die LXX hingegen hat für das letzte Wort, das sie nicht mehr kannte, einen ganzem Satz: c700)7.vai StatyavsT; ־rrowttXto; <W,vö-n7uivsti, y.'jxkw poüx 7:£7׳war7p.svx (Var. TC£7w>.a׳>uivx) ״Schimmernde Teppiche, die bunt mit Blumen verziert waren, und ringsherum waren Rosen hineingestickt (Var. künstlich gearbeitet)1״). Jahn erklärt nun ohne weiteres die LXX. für primär, wogegen ״II. durch Verkürzung und Corruption des Griechischen eatstan- 1/ Betreffs der Entstehung dieses griech. Satzes vgl. Jacob. Z. A. W. X, 270. י ׳ •־ז- ״ י ' ' . ׳ -