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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 2 · p. Seite 114

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 2
Article
Zur Kritik des griechischen und massoretischen Buches Esther
Date
1903-01-01
Page
Seite 114 (sequence 5)
Language
German
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114 Zur Kritik de» griechischen und massoretischeu Buches Esther. umgehen hier die Schwierigkeiten durch Kürzung und Auslassung. Ueber 2, 9 vgl. J. Grünthal: Syr. Uebers. z. Esther, Breslauer Diss. 1900, p. 28. ln folgenden Füllen nimmt Jahn an, dass der LXX- Text sekundär sei. ״In 1, 11 hat LXX מלבה falsch als Infin. gelesen (p. 7). LXX übersetzt 1, 17 ,יצא דבר הפלכד ganz sinnlos durch bvrrffav.70׳ a.ovoT; pr.aaTa ty(; daher hält Jahu ״XivrfA 77/70׳ für verschrieben aus ^trr/N/1fjov'r«.ta (p. 10). äpy/jvroiv 1, 18 ist nach Jahn Zusatz. ״Uebrigens ist wohl noch in LXX nicht alles ursprünglich“ (zu 3, 12 p. 25). ln 6, 2 ״las LXX falsch“ (p, 31). In 6, 11 scheint *rravTi Zusatz zu sein44 (p. 41). ״t7. 0>7׳aa7׳a in 9, 14 halte ich für einen Einschul)44 (p. 61). In 8, 5 ist ^x7rs7TaAaiva Zusatz44. Der apokraph. Brief des Königs in Cap. 3 u. die Gebete des Mordechai u, der Esther in Cap. 4 sind selbst nach Jahn sekundär, ״sie sind später hinzugeeetzt44. LXX 9, 1 ist nach Jahn corrumpirt. Auf manche andere corrumpirte Stellen die3es griech. Buches hat Jacob Z. A. W. X, 263—266 hingewiesen. 0) Auf einzelnen corrumpirtea LXX-Stellen beruhen auch Jahns theologische Beweise, die er für seine Theorie ins Treffen führt, ,welche wir ebenfalls prüfen wollen. So ist nach Jahn folgender Umstand für die Ursprünglichkeit des griech. Textes entscheidend. Im hebr. Text 2, 7 heisst es: ״Und er hatte die Hadassah erzogen, d. i. Esther, die Tochter seines Oheims,•;denn sie hatto weder Vater noch Mutter, und das Mädchen wvar schön von Gestalt und lieblich von Ansehen, und als ihr Vater u. ihre Mutter gestorben, hatte sie Mordechai zu seiner Tochter angenommen“. Die LXX 2, 7 übersetzt dieses abweichend: xal 7!v 7 <;>ד00ד:aT? duYaTr(p A, aJsXcpoü rrccrpo; auvo'O, 7.7.i ovoua auTiJ ’Ivitbip• sv Ss ד£> p.S'TaAXa^a.t ao״r^; סד־ö; yov**£ s~cu§£07£׳v au׳rr,v saoToi zl; Y^val/.a x.ai y.v to xopiciov ־/.a.Aov 0)ד stSsi. Dies *pjvaTxa muss sicherlich später eingesetzt sein, denn die Vetus lat. und Origenes haben noch O'oyaTica gelesen, Vöt. lat. nutrivit eam ut fiiiam propriam, Orig. II, 15: viv eXaÖs a£70> 21; \>oyccvipoc, und ausserdem wird auch in LXX im Schluss von 2, 7 und ebenso 2, 9 ausdrücklich bemerkt, dass sie 7.opicrtov ״Jungfrau4sei, was die armen. Bibel durch aljik ״Jungfrau44 richtig übersetzt. Und bei Josephos XI 198 heisst es: /70va^׳ö־stG0־iv . •reoXX&v •/iupstb! 1ד; iv BaßoXtüWt xopvj עלסד Yovso>v ap.<p0Tspc*)v dp<pav7v rcapa ד& d׳sl<1> MapSo^awp vps<pot/ivY,. Hieronymus 2, 7: qni fuit nutritius filiae fratris sui Edissae, quae altera

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