Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 10)
- Language
- German
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106 Wiederherstellung Israels untor den Achämenideu. finden können und nicht die Beamtennamen von 5, 6. 6, 0 erst zu verstümmeln brauchen. Zu III. Wäre diese Behauptung, dass כניה״/, nur ,,Amts•״ genösse“ bedeutet, auch begründet, so würde es nach unserer obigen Ausführung eben stimmen, da danach wirklich Amtsgenossen darauf folgen. Aber die Bedeutung dieses Wortes ist heute noch ganz dunkel. Die nächstliegende Deutung ist ״Versammlung“, Gemeinschaft dem aramäischen ״כנש״ und dem assyrischen ״kirnisu“, Familie, entsprechend (Vrgl. Sargon, Annal. 47, 64. Prunk. 56, Annal. d. Saales, 42). Zu IY. In dem Papyrus Gollniscliof berichtet ein agypt.ischer Beamter aus dem 11, Jahrh. vor Chr., der nach Byblos in Phönizien gereist war, um Bauholz zu holen, dass Zekarbaal, der Fürst von Byblos, die Tagebücher seiner Väter holen liess und ihm daraus vorlas, dass auch seine Vorfahren für die Ilolzlieferungen sich bezahlen Hessen (Vrgl. Erman, eine Boise nach Phönizien im 11. Jahrh. Z. A. S. A. 38, 1. 14. W. Max Müller Mitt. Vorderasiat. Gesellseh. 5, I, 1—42). Meyer (Entst. 59) sagt: ״dass unter den Vätern des Königs“ hier seine babyl. und assyr. Vorgänger in der Herrschaft über Syrien gemeint sind, ist klar. Dass dem Perserkönig die babyl. Archive zugänglich waren, ist selbstverständlich. Sie sind ja, wie Berosus und zahlreiche U1> künden lehren, auch in der hellenistischen Zeit noch von Gelehrten eitrig benützt worden. Dass man sich darüber ־wundert, dass die Perserkönige sie benutzt haben sollen, ist nur bei der ganz unklaren Vorstellung begreiflich, mit der man sich allgemein über das Perserreich begnügt“ (Vrgl. ferner Meyer, Julius Wellhausen und meine Schritt, 1897, 11). Zu V. In der glanzvollen Zeit des David und Saiomo hat die Ostgrenze des isr. Herrsehergebietes eine Strecke weit den Euphrat berührt (II Sam. 8, 3. 10, 16). David eroberte nämlich das Gebiet des Hadadezer von Zobes, weleher bis zum Euphrat herrschte (I Kön. 10, 29. 15, 23. 25, 5. 1 — 4. 8, 65, II Kön. 15, 16). Das Hcrrschergcbiet Salornos erstreckte sich wirklich von Thapsakus am Euphrat bis zur ägyptischen Grenze (I Kön. 5, 4). Alle Völker und Stämme dieser Länder zahlten ihm Tribut. Warum Bertholet (Marti 1902) meint, dass hier die Bestreiter der Echtheit am allerehestpn den Schein der Berechtigung aut ihrer Seite haben, ist nicht einzusehen. Meyer (Entst. 59) sagt: *Auf das Siegesdenkmal des Titus hat der Senat setzen lassen,