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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 2 · p. Seite 98

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 2
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1903-01-01
Page
Seite 98 (sequence 2)
Language
German
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98 Di0 Wiederherstellung Israels unter deu Achämeniden, war der Tempelbau sehr willkommen, da auch sie daran teilnehmen wollten. Die Isolierung der Stadt Jerusalem durch eine Stadtmauer aber wollten sie verhindern. Um dieses zu erreichen, hat der Samaritaner Tobia an Artaxerxes das genannte־ Schreiben gerichtet, in welchem er ihn darauf aufmerksam macht, dass schon seine Vorfahren den Tempelbau gebilligt, den Mauerbau aber gehindert haben, Artahsasta in Vers 7 ist, nach Sellin, wirklich Arfcaxerxes. Im Vers 8—23 hingegen, ist dieser Name nur eine Verschreibung für Kambysea, den der Chronist fälschlich mit dem von Vers 7 identifieierte. Der Inhalt dieses Schreibens ist, für Sellin, um 80 authontischer, als dieses Schreiben aus judenfeindlicher Hand stammt. Der Chronist aber hat, nach Sellin, diese Tendenz nicht,erkannt und es als ein harmloses Goschichtswerk angesehen. Dass die Ansicht Klostermanns eine sehr abenteuerliche ist, wird jeder auf den ersten Blick merken. Waren denn die Verhältnisse im persischen Hofe wirklich so wunderlich gestaltet, dass man י Geschichtswerke schrieb zu dem einzigen Zwecke, um den König zu etwas zu bewegen? Ja, und >vas noch das Auffallendste ist: die eigenfcliehe Tendenz dieses Geschichtsbuches hätte sicherlich niemand herausgefunden, und selbst jetzt, nachdem •uns Klostermann• die Augen geöffnet hat, können wir alles eher als diese Tendenz darin finden. Was soll ferner die Harmlosigkeit des Tcmpelbaues im Vergleich zum Maueibau beweisen? Hinter einem Tempelbau hat ja doch noch nie ein Mensch staatsverbrecherische Absichten vermutet. Wohl aber hinter einem Stadt 111 au erbau. Wie konnte also der Verfasser dieses Geschiebtswerkos auf den Gedanken kommen, des Artaxerxes Argwohn wegen einer Empörung gegen das. ,Perserreich im Anschluss an einen Mauer bau damit zu beschwichtigen, dass er ihm erzählte, Darius habe den Tempelbau zugelassen, Dortkoiuito doch von einem solchen Vordacht keine Itcde sein. Warum hat ferner der Verfasser dieses tendenziösen Geschichtswerkes nicht auch dem König den Zweck seines Schreibens mitgetheiit? Waren denn die Ereignisse unter den vorherigen persischen Königen dem Artaxerxes nicht besser bekannt י als den! Verfasser, dass der Verfasser glauben konnte, dem Artaxerxes diese Ereignisse erst ins Gedächtnis rufen zu müssen?, ,.-׳■ ■'-יKloatermann ׳verweist darauf, dass כתב״« V. 7 ein Singularist« Aber müsste denn nicht auch nach Klostermann

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