Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
- Date
- 1903-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. 97 dk ^teleä׳ks׳$i!ß!ta§ Israels sieter Sen jjTdiSmeiiifai. Von Sigmund Jarnpel. (.Fortsetzung). XII. E8ra 4, 7—23. Dass die aramäische Urkunde (Esra 4, 7—23) in Wirklichkeifc nicht dorthin gehört, wo sie sich befindet, ist von fast allen Forschern, mit Ausnahme derjenigen Gelehrten, die hier einen Namentauschhandel treiben, anerkannt. Wir haben bereits im ersten Capitel (Jhrg. 1902, S. 103—107) die verschiedenen Ansichten über die Stellung dieses Capitols zu Esra 1—6 naher kennen gelernt und brauchen deshalb auf diese Ansichten hier nicht mehr zurückzukommen. Hingegen müssen hier noch die Aufstellungen Klostormann’s und Sellin’8 ihrer Sonderbarkeit wegen erwogen worden. Klostermann (REPT. zu Esra-Neh.) sucht die auffällige Stellung dieses Briefwechsels auf folgende Weise mit den folgenden Berichten in Zusammenhang zu bringen. Er interpretirt: 4, 7..ובימי ארחחששתא נתב בשלם מתררת טבאל ושאר במתי ״ ,"אל ארתחששתא טלכאUnd in den Tagen ArtahSaäta schrieb im Namen des Mithredates der Tobel und seine Genossen an den König Ax*taxerxes Folgendes“. Hierauf folgt der Inhalt dieses Schreibens, nämlich Eara 4, 8—6, 18. Dieses Schreiben richtete Tobel im Namen בשלם״* des Mithradates an den König Art-aohSasta. Im Briefe berichtete er zuerst von den gewaltsamen Hindernissen seitens der Nachbarstämme, die eben unter diesem König stattgefunden haben (4, 8—23). Hierauf Hess er die ganze Geschichte des Tempelbaues unterDarius folgen (4, 24—6, 18). Zweck dieses ganzen Schreibens war, dem König Arfcaxerxes den apologetischen Nachweis zu liefern, dass schon vor ihm, und zwar unter Darius, alles in bester Ordnung vor sich gegangen sei. Hiernach möge also der König urtfaeilen, wie sehr unrecht es sei, solchen falschen Anklagen Gehör zu schenken. Fast ganz dieselbe Behauptung hat Sellin (Stud. II 1901), und zwar von Klofitermann scheinbar ganz uuabhängig, mit einigen kleinen Abweichungen aufgestellt. Nach Sellin war der Briefschreiber Tobel ein Samaritaner (Vrgl. טוביה Neh. 2, 19). Die Tendenz dieses samaritanischen Briefes ist nach SeUia eine Agitation für den Tempelbau und g e g e n den Mauerbau. Den Samaritanern, meint Sellin, Uon&iMOhrifi, 47. Jahrgang, . 7