Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1902)
- Article
- Zwei jüngst edirte Schriften des Berachja Hanakdan
- Date
- 1902-11-01
- Page
- Seite 539 (sequence 4)
- Language
- German
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Zwei jüngst edirte Schriften-'des, Berachja Hanakdan. 539 angelegen sein lasse, Werke über die Wissenschaft des Gesetzes, der Sprache, des Glaubens, Sitten- und Weisheits- Sprüche zu sammeln und durch Uebersetzungen in weiteren Kreisen zu verbreiten. Wir setzen zur bequemeren Vergleichung die Worte Ibn^ibbons hierher. Sie lauten: גם בארצות אדום ,היתר. פלטה לשאר .עמנו היו "בהם 'חכמים גדולים בחכמת ,התורה והתלמוד .מימים קדמונים, אך' לא. היו מתעסקים• בחכמות יאחרות. מפני שחיתה תורתם אומנותם ומפני .שלא• היו ספרי חכמות אחרות' נמצאות אצלם. עד שנקבעה בתוכם המנורה הטהורה נר .מצוד, ותורה הרב הגדול החסיר הקדוש רבנא משולם נר״ו ין החכם הישיש רבי יעקב ז״ל אשר שמן תבונות זך כתית להעלות נר החכמה תמיד, ותדבק נפשו בתורת אלהיו וביראתו ושם החכמה כוסו ומנתו, ויכסף לספרי החכמות אשר חברו הגאונים וכפי יכלתו רבץ וקבץ והעתיק בין מחכמת התורה והכמת הלשון וחכמת האמונה וספרי המליצות וחבור* המוסר ומשלי החכמים ותמצא כקן ידו לכל המודותיהם ובחבורות שכלו ועוצם כהו.הבי; דבר מתוך דבר והוציא עגין מעני;7 והוא גם הוא הוליד ילדים במשלי החכמות ועניני חמדות ופתח שערים בדרכי היראה והמוסר, הגיה בהם השכינו ויישר מעקשות דרכנו, ועוד יד גבורתו נטויה לקבץ ולרבץ וכד. Da nun dieser R. Meschullam im Jahre 1170 gestorben ist, so muss die litterarische Thätigkeit Berachja’s, gleich der des Jehuda Ibn Tibbon, in die Mitte oder spätestens in die zweite Hälfte des zwölften Jahrhunderts ge־ setzt werden. Als zutreffender muss ein anderer Einwand anerkannt werden, der gegen die dem Berachja zugeschriebene Urheberschaft der Paraphrase * des Saadianischen Werkes erhoben wurde. Wie es scheint, war Berachja des Arabischen unkundig; wenigstens lässt sich in seinen Schriften keine Spur einer Benutzung irgend eines arabischen Originalwerkes nachweisen. Dass er die Werke des Maimonides nicht benutzt hat, von denen der Mischna״Commentar im Jahre 1168 und der Führer der Verirrten gar erst um das Jahr 1190 vollendet wurden, würde freilich weniger in’s Gewicht fallen; diese Unterlassung brauchte nicht gerade auf eine Unkenntnis des Arabischen zurückgeführt zu werden. Hat Berachja doch auch den im Jahre 1180 vollendeten Mischne-Thora nicht benutzt, zu dessen Verständniss es der Kenntniss des Arabischen nicht bedurfte. Wir werden daher annehmen müssen, dass die Schriften des Berachja entweder denen des Maimonides vorangegangen oder zu einer Zeit verfasst worden seien, als Maimonides’ Schriften in der Heimat Berachja’s noch keine Verbreitung gefunden hatten. Dasselbe gilt von dem im Jahre 1161 verfassten Original des Emunah Ramah, der Monatsschrift, 46. Jahrgang:. 34