Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1902)
- Article
- Geschichte des Achtzehngebets
- Date
- 1902-11-01
- Page
- Seite 529 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschichte des Aehtzehngebets, 529 Midrasch zu Psalm 29 citiert, lautet seitdem übereinstimmend ebenso. Während der Vorbeter מודים vorträgt, spricht die Ge-־ meinde ebenfalls seit alter Zeit ein Dankgebet. Ursprünglieh waren bei den verschiedenen Amoräern viele kurze Formeln üblich (Sota 40 a und j. Ber. 3 d). Unser jetzt gebräuchliches Stuck stammt aus der nach Vorschrift des R. Papa vorgenoimnenen Vereinigung dieser Texte. An Chanucka und Purim wird hinter מודים das Dankgebet על הנסים eingeschaltet. Auf die allgemeine Eingangsformet folgen die beiden gesonderten Erzählungen der den Festen zu Grunde liegenden Ereignisse und Dank für das göttliche Wunder bei denselben, woraus sich auch ihre Stellung erklärt (vgl. ob. S.438). Der Anfang ist genannt Soph. 20, 8; der Text, den wir haben, ist schon bei A. G. gleichlautend citiert, nur hat er ebenso wie Saadja und Machsor von Rom am Schluss den Wunsch ......כשם שעשית...♦ .. כן עשה עמנו, was R. Me'ir von Rotenburg an dieser Stelle, in der nur dem Dank Ausdruck verliehen werden soll, mit Recht für imstatthaft erklärte und strich (Abdr., ed. Warschau, S. 108 b). An den zehn Busstagen wird hinter ועל כלם die Bitte וכתוב eingefügt. Welche Kämpfe diese Einschaltung wegen ihres Inhalts verursacht hat, ist oben S. 437 geschildert worden. Erwähnt wird sie schon Soph. 19, 8; Maim. verzeichnet ebenfalls den Gebrauch (Tefilla II 19), doch citirt er als Anfang זכר רחמיך; das entspricht der bei uns an ,ד״ד und יו״ב üblichen längeren Bitte und deutet noch darauf hin, dass man die Einschaltung ursprünglich thatsächlich nur an diesen drei Tagen gestattete, (vgl. Maimonot. z. St.). 19) die neunzehnte und letzte Benediction heisst ברכת השלום oder nach ihrem Anfang שים שלום (Meg. 18 a); die Mischnah (Rosch. Hasch. 32a) kennt sie noch unter dem Namen ברכת נהנים. Thatsächlich ist sie auch daraus hervorgegangen, dass in den ältesten Zeiten der Vorbeter auf das letzte Wort des Priester-׳ segens mit der Bitte שים שלום erwiderte und dieselbe עושה השלום schloss. Diese Worte, bei uns nur in den zehn Busstageu üblich, sind als die letzte Eulogie bezeugt durch den Midrasch für das Gebet der Hanna, die im Namen des Jeruschalmi citirt wird (ob. S. 350), durch Levit. Rah, sect. 9 und Schocher Tob; auch A. G. soll sie nach dem Zeugnis des Tur gehabt haben. Der Priestersogen wird bei uns ausser an den Pesttagen immer nur vom Vorbeter bei der Wieder-