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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-11-01 · Heft 11-12 (November 1902) · p. Seite 530

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 11-12 (November 1902)
Article
Geschichte des Achtzehngebets
Date
1902-11-01
Page
Seite 530 (sequence 18)
Language
German
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530 Geschichte des Achtzehngehpts. holung der Tefilla gesprochen und darum auch stets durch או״א ברכנו eingeleitet1). Im Morgengebet und ebenso am Fasttage zu Minchah, wo der Priestersegen voran geht, sprechen wir שים שלום/ zu Minchah und Maarib gewöhnlich שלום רב. Dieses Gebet, eine zusammengedrängte Inhaltsangabe des vorigen, ist nur im Germ., üblich, den alten Quellen und dem Seph. noch heute unbekannt. Es wird zuerst angeordnet im iffamen des R. Me'ir von Rothenburg in den Hag. Maimonioi Die Schlussformel des המברך את עמו ישר׳ findet sich bei A. G. (nach obigem offenbar ein Fehler unserer Ausgabe), V. und den ihm folgenden Texten. In den zehn Busstagen wird vor den Segens^pruch בספר חיים eingeschoben, eine durch alte Quellen bezeugte Bitte, Die Tefilla des Vorbeters ist, ganz im Sinne der Alten, damit abgeschlossen. Der leisen Tefilla pflegen wir noch א׳ נצור hinzuzufügen, über dessen Zusammensetzung bereits berichtet wurde. Zur Abkürzung der Tefilla empfiehlt Mar Samuel in Ber. 29 a die Bitte הביננו, worin der Inhalt der dreizehn mittleren Benedictionen angegeben ist. Ebenso wie die in Palästina bekannte Recension (j. Ber. 8 a) weichen auch die späteren Texte im einzelnen ott sogar wesentlich davon ab. ,Der Kürze halber werde hier nur auf Eschkol (1, 59) und Semag Geb 19 (ecl. Venedig 102a) verwiesen. Die vorstehende Arbeit entstand als Lösung der ersten Aufgabe, die zur Erlangung des von Prof. Dr. David Kaufmann s. A. am-jüdischtheologischen Sen.iuar zu Breslau begründeten Dr. David Rosin’schen Preises gestellt wurde; preisgekrönt muss sie gemäss den Bestimmungen des Statuts im Druck erscheinen. Ich folge daher nicht dem eigenen Triebe, wenn ich hiermit eine Abhandlung der Oeffentlichkeit übergebe, deren Resultate mir selbst im Laufe der Zeit zum Theil zweifeihaft geworden sind, deren Probleme für mich, je länger ich darüber nachdenke und arbeite, sich immer mehr verwickeln, ja fast unlösbar erscheinen. Sollte dennoch in dieser Abhandlung manche gute und neue Bemerkung gefunden werden, sollte mancher wichtige neue Gesichtspunkt hervortreten, so verdanke ich den Hinweis darauf in allererster Reihe meinem verehrenswürdigeu Lehrer, Herrn Seminarrabbiner Dr. Lewy in Breslau, der nicht nur durch seine Vorlesungen und seine private Anregung, sondern besonders auch im Anschluss an die Lectüre dieser Arbeit mich ausserordentlich gefördert hat. ln gleicher Weise bin ich dem hochverehrten Herausgeber dieser Zeitschrift für die reiche Mühewaltung um meine Abhandlung zu grossem Dank verpflichtet. Dr. J. Elbogen. £)!Nach Amram und Saadja wird nach dem Prie&tersegen auch noch ושמו את שמי etc. gesprochen.

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