Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-11-01 · Heft 11-12 (November 1902) · p. Seite 525

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 11-12 (November 1902)
Article
Geschichte des Achtzehngebets
Date
1902-11-01
Page
Seite 525 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829760-2829767-2884303--31702-2884359
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Geschichte des ׳Aclitz elingeb ets. 526 (Tos.Ber.III.25), und wennRaschi’s Erklärung für מריעי (Nedar. 49 b ob.) richtig ist, müsste auch על פליט׳ סופריהם der alten babylonischen Tefilla angehören. Aber gerade die hier angeführten זקנים und סופר׳ fehlen in A. Gr, Saadja, Maim. Abdr.; nur Y. enthält die ganze Passung so wie sie üblich geworden. Weiter betet Maim. und ähnlich noch heute Seph. für ״den Ueberrest des Yolkes Israel“, statt dessen heisst es bei uns ועלינו. Yor der Eulogie hat Seph. ועל חסדך נשעננו, desgleichen der französische Ritus und ähnlich der 1־0־ manische (R. 59). Saadja schliesst לכל הבוטח׳ בשמך ולא יבשו. Der Schluss lautet schon bei A, Gr. משען ומבט׳, desgleichen im Schoch. Tob und Schib. Lek.; nur Eschkol hat noch die Passung der Tosefta. Yon biblischen Redewendungen ist בך בטחו ולא בושו Ps. 22, 6 zu vergleichen. 14) und 15) Die vierzehnte und fünfzehnte Benediction gehören ursprünglich zu einer einzigen zusammen. Als die älteste der nationalen Bitten enthielt sie zur Zeit des Tempels einen Wunsch für das Gedeihen Jerusalems und schloss השוכן בציון (S. 348). Wach oder kurz vor der Zer- Störung des Tempels wurde ihr Inhalt dahin umgewandelt, dass sie die Rückkehr Gottes nach Jerusalem und die Wiedererbauung der Stadt erfleht. Schon damals oder erst zur Zeit R Gamliels wurde auch noch die Bitte für das Davidische Haus eingeschaltet, in amoräischer Zeit die Benediction in zwei geteilt. Die vierzehnte, die Bitte für Jerusalem enthaltend, beginnt bei Maim., Abdr., Seph. mit "תשכון בתוך יחיש; in A. G. und Y. so-wie im Germ. ולירושלים. Der Zusatz וכסא דוד in Y. und Germ, erinnert noch an die alte Zeit, in der beide Benedictionen vereint waren und mit der Eulogie א׳ דוד ובונה ירושלים schlossen, er fehlt mit Recht in allen anderen Texten. Die fünfzehnte, mit der Bitte um den Messias heist ברכת דוד (Meg. 18 a); im paläst. Talmud kennt man sie nicht, im babylonischen findet sich ihr Schluss מצמיח קרן ישועה (Pes. 117 b). Der Text stimmt bis auf das Pehlen von עבדך bei A. G. und Maim1). überall überein. In die vierzehnte Benediction wird als inhaltlich dazu gehörig am neunten Ab die Bitte um Wiederaufbau des zerstörten Tempels eingeschaltet (siehe ob.). Es gab ursprünglich2) zwei Passungen, die eine beginnend רחם für 9 Bei Saadja דוד אתה תצמיח : das vorgehende Citat aus N1\ 14 bei Landshut das. entstammt offenbar der Liturgie für den 9. Ab, aber nicht der täglichen, 2) Vgl. Eschkol II 17; dasselbe citiert Tur Or Ch. 557 im Namen des R. Jehuda al-Barceloni, cf. Saadja Oeuvres IX, p. 169. 33*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.