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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-11-01 · Heft 11-12 (November 1902) · p. Seite 520

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 11-12 (November 1902)
Article
Geschichte des Achtzehngebets
Date
1902-11-01
Page
Seite 520 (sequence 8)
Language
German
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520 Geschichte" des Achtzehn gebets, Benediction beginnen die eigentlichen (13) Bitten; in den mittleren, heisst es dort weiter, gleicht der Mensch einem Knecht, der von seinem Herrn den Lohn erfleht, 4. Die vierte Benediction heisst בינה (Meg. 17 b)1) und דיעה (i. Ber. 4,4) oder nach ihrem Schluss הוגן הדעת. (Misn. Ber. V. 2). Es wurde bereits bemerkt, welch ehrendes Zeugniss es für den Geist des jüdischen Gebets ist, dass seine erste Bitte diejenige um Einsicht ist; inhaltlich ist diese Benediction dem Gebet des Königs Salomo bei seinem Regierungsantritt zi1 vergleichen (I Re. 3, 7 ff.) und den ständigen Hinweisen auf den Wert des Wissens und der Erkenntnis in den Hagiographen. In V, wird um הכסה statt um בינה gebetet, im Maim. und Sepb. sind beide vereint. Saadja hat דעה והכמה ובינה, in jedem Falle bildet das bereits im Talmud (j. Ber. II. 4) citierte דעה das älteste Element des Stücks. In die vierte Benediction wird am Ausgang des Sabbats הבדלה eingeschaltet, wie der Talmud es erklärt, weil es eine mit Hilfe der Weisheit und Wissen- Schaft gewonnene Erkenntnis ist oder, was vielleicht noch zutreffender ist, dass die Habd. als Gebet zur Einleitung der Wochentage in der ersten der nur für Wochentage üblichen Bened. Platz gefunden hat (Bei33 .־ a). Wdr pflegen zwischen die zwei Sätze der Benediction das Stück אתה חננתנו einzuschieben2). Diesem Stücke liegt zu Grunde j. Ber. Y. 2 (9c) החל עלינו — ששון ושמחה. Die Einfügung והבדל ופו׳ stammt aus Ber. 33 a und Pes. 104 a. Bei A. G. und Maim. lautet die Habdalah ohne Einleitung אתה הבדלתר. ובו׳ und lange, bis ins XYI. Jahrhundert, war es strittig, ob beide Einleitungen אתה חונן und אתה הוננתנו gesagt worden sollten3). Die Praxis hat gegen die Ansicht der massgebenden Codificatoren dafür entschieden. 5. Die fünfte Benediction heisst השובה (Meg. u. j. Ber. ibd.) Sie betet um Rückkehr zur Gofcteslehre und zum Gottesdienst. Ihr Inhalt ist j. Ber. zusammengefasst in רצה תשובתינו, ursprünglich mag sie vielleicht auch nicht aus drei Sätzen bestanden haben. Den Schluss citiert der Midrasch ג) Dort ist auch nachzulesen, wie der Talmud den Zusammenhang erklärt. 2) Wie Schürer, Gesch. des Jüd. Volkes etc., Bd. II8, S. 463, Änm. 1, die Habdalah als aus der Tef. völlig beseitigt ansehen konnte, i3t unbegreiflich. Seine Quelle, Hamburger Eeal-Encyclopädie, kenne ich nicht. 3) Ygl. Orach Chajjim 294.

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