Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1902)
- Article
- Geschichte des Achtzehngebets
- Date
- 1902-11-01
- Page
- Seite 519 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschieht© des Achtzehngebets. 519 an allen Tagen der Woche Ersatz geschaffen werden musste. Zur Einleitung der Keduschah diente ursprünglich wahrscheinLich keines von denjenigen Stücken, die später üblich waren und es z. T. noch jetzt sind; sie alle enthalten den Vergleich mit den Engelschören, der erst aus später gaonäischer Zeit stammt (Luzz. a. a. ö.). Wir haben solcher Einleitungen drei: 1. Die schon im Y. und noch jetzt im Germ, übliche ,נקדש 2. Die in Seph., nach Luzz. auch im Ritus vom Carpentras1), täglich gebräuchliche נקדישך ונעריצך (bei Maien. נקדישך וגמליכך), ähnlich der bei uns an 'Sabbat und Pesttagen zu Mussaf üblichen. 3. Die in A. &. als Gebrauch der babylonischen Hochschulen angeführte כתר die noch heute von Seph. an Sabbaten und Festtagen zu Mussaf verwendet wird. Zur Verbindung zwischen den ersten zwei Versen der Keduschah ist bei uns und im Seph. wie im V. und Abdr. am Wochentag nur לעמתם ברוך יאמרו im Gebrauch, bei A. G. wird dazu auch an Wochentagen אז בקול verwendet, bei Main!uni gar .... ־ כבודו וגדלו מלאwie im Germ, an Sabb. und Festt. zu Mussaf. Zur Verbindung des zweiten und dritten Verses dient bei uns wie in V. und Abdr, ♦ . . . ובדברי, A. G. und Maim. haben statt dessen ממקומך, wie Germ, am Sabbath zu Schaeharit Den Abschluss der Keduschah bildet bei A. G. und danach bei V, und Maim. לדוד ודור. Im Seph. hingegen wird wie bei Abdr. אתה קדוש gesagt, bei der Wiederholung also gegen die leise Tefilla nichts geändert. Alle Varianten der hier angeführten Stücke aufzuzählen, wäre zwecklos, da in unserem Ritus nur das allerwenigste hiervon verwendet wird. Die Einleitung für לדור ודור lautet bei A. G. לדו״ד המליכהו כי הוא לבדו מרום וקד׳ ושבחך, im römischen Ritus גמליך. Mit diesen 3 Benedictionen ist der einleitende Theil der Tefilla beendet, er enthält als Einführung des Gebetes nur Huldigung nach dem Gleichniss des R. Chanina (Ber. 34a), dass der Mensch in den ersten Benedictionen wie ein Knecht den Ruhm seines Herrn zu künden hat. Erst mit der vierten 13 Der alte französische Ritas 9 der in vielen Stücken eine Vereinigung von paläst. und babyl. Einfluss zeigt, hat am Sabbat zu Schacharifc נקדישך, ZU Mussaph לתל, Zunz, R. 60.