Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1902)
- Article
- Geschichte des Achtzehngebets
- Date
- 1902-11-01
- Page
- Seite 518 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2829132-2829760-2829767-2884303--31695-2884352- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
518 Geschichte des Achtzehngebets. Saadja ממית ומחיה ohne מרך, ihm fehlt סומך נופל, dafür hat er 1ומשען לאביונים ומקים). 3. Die dritte Benediction führt den Namen קדושת השם (Rosch Hasch, das.) oder קדושות (Gern, das.); sie setzt inlialtlich die zweite fort, nachdem Gottes Allmacht gepriesen ist, wird seine Heiligkeit hervorgehoben. Der Schluss lautet האל הקדוש schon in der Gemara2), nur an den zehn Busstagen 3המלך הקדוש). Als Anfang citiert. Sifre (a. a. 0.) קדוש אתה ונורא שמך, wie wir es an ר״ה und ו״כ> sagen, desgleichen findet es sich in Pirke di R. Elieser cap. 35. Landshuth (z. St.) wollte die älteste Keduschah darum eine Zusammenpetzung unserer mit dieser erklären, was aber höchst unwahrscheinlich ist. Aus Palästina wird, berichtet, dass man die Keduschah אתה קד nur an Sabbat- und Festtagen gebrauchte (R. S. 84, vgl. ob. S. 54 3 u.), erst allmählich scheint dieselbe für alle Tage durchgedrungen zu sein. In A. G. findet fäch das aus Rom4) stammende Stück לדור ודור, das bei uns am Schluss der Keduschah bei der Wiederholung der Tefillah verwendet wird. Saadja, später Maimuni und Y. haben bereits unsere Fassung 5אתה קד׳). Im Einzelnen weicht ab Y. mit ושמך הקדוש, Saadja der הכרך קדושוכסאך הדוש hinzufügt; Seph♦ setzt hinter סלה noch כי א, מלך גדול וקדוש אתה hinzu, schon Abdr. klagt darüber, dass die grossen Massen diese Worte vernachlässigen6). Bei der Wiederholung der Tefillah wird vom Vorbeter die Keduschah mit den oben (S. 434) genannten Bihelversen eingeschaltet. Nach Eschkol (1,26) scheint es, dass dieselbe früher einmal auch an Wochentagen das שמע enthielt; das ist durchaus nicht unwahrscheinlich, da ja das שמע nur deshalb in die Keduschah gesetzt wurde, weil es sonst verboten war, dasselbe zu lesen7), und infolge dieses Verbotes unterschiedslos ף im Bet Josef 582 מי כמוך, אב הרחמן, זוכר יצוריו ברחמים scheint לחיים nur zu fehlen, da sonst die Zahl nicht stimmt. 2) j. Ber. II 4 (4d) j. Bosch ha-Sch. IY 6 (59c) vgl. Midr. zu Ps. 29, 2. . 8) Ber. 12 b. 4) Ygi. אנרות שד״ל, p. 706. B) Ob sich aus j. Rosch ha־Schana IY (59c ob.) ergiebt, dass einige mit der Eulogie ,אדיר המלוכד schlossen, kann ich vorläufig nicht mit Sicherheit behaupten. *) So werden diese Worte thatsächlich bis heute in den Gebetbüehern gedruckt, aber (in Italien wenigstens) nicht gesagt. 7)..Vgl. S. D. Luzatto, Briefe, S. 707, Auerbachs Anmerkg. zu Eschkol das.