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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-11-01 · Heft 11-12 (November 1902) · p. Seite 505

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 11-12 (November 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-11-01
Page
Seite 505 (sequence 15)
Language
German
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Die Wiederherstellung Israels' unter den Achameniden. 505 Helldnique XIII, 529 ל) ersieht man, wie dort ein persischer Beamter eine strenge Büge erhielt, weil er die Förster und Gärtner des Apoliotempels von Magnesia zu Abgaben heranzog. Auch von dem grijbhischen Apollo spricht Darias mit grosser Ehrfurcht, geradeso wie vom Gotte Israels in Esra 6, 12. Der Satz lautet dort: ״Da du mein Benehmen gegen die Götter nicht achtest, so werde ich dich meinen Zorn fühlen lassen. Die heiligen Gärtner des Apollo hast du zu Abgaben und Arbeiten des prolanen Bodens herangezogen, damit leugnest'du die Gesinnung meiner Eltern־ gegen Gott, der zu den Persern die Wahrheit gesprochen hat׳״. (Vgl. Meyer Entst. 14, Bertolet 26). Und nicht bloss durch Worte, Spenden und Tempelbauten verehrte Darius ausländische Götter, sondern auch durch persönliches Verrichten von Priesterdiensten bei denselben. Auf der Aussenwand des vorhergenannten ägyptischen Tempels in El Kharge1), liess sich Darius in einem Bilde darstellen, wie' er als Priesterkönig gleich den anderen Pharaonen dem Gotte Ammon von Theben, dem Herrn von Hib, Opfergaben darbringt. Aus alledem sehen wir, wie die oben (Seite 500) angeführten Unmöglichkeiten und Unwahrscheinlichkeiten, welche die Exegeten aufgezählt haben, angesichts dieser zeitgenössischen Denkmälerberichte unter der Hand verschwinden. Hat man hiernach heute noch irgend eine Ursache, die Edicte in Esra c. 6, als chronistische Tendenzfälschungen anzusehen? Man wende nicht mit Marquart (48—49) ein, dass Palästina kein so grosses Land ist wTie Aegypten und Griechenland und daher keine solche Bedeutung für einen persischen Monarchen haben konnte wie jene Länder. Denn wäre diese Behauptung auch so wahr, als sie unwahr ist (vgl. weiter unten) — so würde dieser Einwand dennoch grundlos sein, da die Ehrerbietungen des Darius dem jüdischen Cultus gegenüber in Wirklichkeit verschwindend klein sind gegen- 9 Diesen Tempel bat Brugscli Pascha schon im Jahre 1875, in Begleituüg des Erbgrossherzogs August von Oldenburg aufgesucht, und schon im darauffolgenden Jahre in dem obengenanntenWerke beschrieben. Dies alles bindert Hugo Winckler nicht, noch im Jalire 1902, zu behaupten, dass Darius nur den Au ram a z d a, aber keinen fremden Gott, verehrt haben könne. Vgl. dieselbe Behauptung auch bei Marquart 49, Was soll man dazu sagen? r״־ i jl*

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