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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-11-01 · Heft 11-12 (November 1902) · p. Seite 497

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 11-12 (November 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-11-01
Page
Seite 497 (sequence 7)
Language
German
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Die Wiederherstellung. Israels •unter, den .Achamenideri. 497 Bevölkerung von mehr als 100,000 Menschen für Jerusalem und die Umgebung aunehmen, so könnte man die Zahl der Deportierten auf Grund von Graetzers sinnreicher Combination auf ca. 28,000 Männer veranschlagen und hiezu nach ■ Guth.es. Vorgang Frauen und Kinder rechnen, also ca. 100,000 Personen herausbekommen. (Graetz, Gesch. d. J., II. 2. 377 ft). Man mag sich also drehen, wie man will, eine grosse oder nur irgendwie ansehnliche Bevölkerung k a n n in Jerusalem nach der Zerstörung nicht zurückgeblieben sein. Schon hiemit ist der Nachweis erbracht, dass für die Annahme einer bedeutenden Urgemeinde in Jerusalem ein irgend zureichender Grund nicht vorhanden ist. Zu ■II. Die nordpalästinischen Juden in Jerem. 41, 5 wollten nicht nach Jerusalem, sondern nach der Culüstätte in Mizpa (Vergi. Richter 20, 1. 3. 21, 1, 6. 8. I. Sam. 7, 5, 6. 16, 10♦ 17) ziehen. Zu III. Ganz abgesehen davon, dass von der Stelle in den Klag, schon darum ein Beweis nach dieser Richtung hin nicht erbracht werden kann, weil die Abfassungszeit dieses Buches nicht fest steht, sagen die Worte a . a. O. nicht das Geringste über die Existenz von vielen Priestern in Jerusalem nach der Zerstörung, da sie, besonders in ihrer poetischen Fassung, sich ebensowohl auf die weggeführten Priester beziehen können. Zu TV. Wem man zu Jeremia 44, 28, auch noch. Vers 14 b binzuzicht, so sieht man deutlich, dass dort absolut nur von einer drohenden Prophezeiung für die Zukunft die Rede ist. Worauf basiert also die allgemeine Voraussetzung־ der Existenz einer Urgemeinde in Jerusalem? Die Behauptung, dass in Jerusalem oder auch nur in der Umgebung eine Urgemeinde bestanden habe, ist aber nicht bloss völlig unbegründet, sondern steht auch mit zahlreichen authentischen und unzweideutigen Berichten in crassem Widerspruch. Man vrgl. z. B. Jeremias 39, 9, 10. 40, 6, 7, 11, 12, 14, 15. 41, 2—3, 10—18. 43, 5—7. 44, 2, 11—15, 28. 52, 7, 15—16, 26—30. vgl. 24, 8—10. Ezechiel 5, 2—4, 10, 12.17, 21, 22. II. Kön. 24, 14—16. 25, 4—5, 11, 19, 22, 25—26. Kann es noch deutlichere Beweise für die Nicht existen z einer Urgemeinde in Jerusalem oder in der Uingebnng geben, als den prophetischen Auspruch: ״אתם ראיתם את כל הרעה אשר הכאתי על ירושלים ועל כל ערי יהודה ו ה נ ם ה ר ב ה היום הזה ואי

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