Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1902)
- Article
- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
- Date
- 1902-11-01
- Page
- Seite 496 (sequence 6)
- Language
- German
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t'490 -Die Wiederherstellung Israels unter den Achametüden. geht hervor, dass auch noch "nach der Zerstörung Jerusalems nordp alästinensische Juden nach dem Heiligtum■ zu Jeru-alein <zogen, um dort zu opfern. 8. Auch aus Klag. 1. 4 ist erwiesen, dass vn och näch der Zerstörung •viele Priester in Jerusalem;wohnten. ‘4. Andere Gelehrte verweisen auch noch auf Jerem, 44, £8׳, woraus'heiworgehen soll, dass jüdische Flüchtlinge aus ־Aegypteii in Jerusalem Zuflucht suchten und fanden. Sehen ׳ wir. nun zu, was Von; diesen Aufstellungen bei näherer Untersuchung haltbar ist.; . ■'־ Zu I. Sancherib in seiner Biismainschrift C.ol, 8. 17 sagt: ״4-6• .,מחזי־שו' דננתי בית ח־רני ו מחזי. זערתי ש י למת־שו-נד ש נבא־ לא ישני...... אלמי אבשוך. 200,150 נשי זעירה זכרו. ושנשתו, סיסי׳ פראי, אמרי׳ נמלי׳ אלפי ו צאני ש ל 46״ .נבא ולתו קרב־שר־נר אש צאט, שלתיש אמנוז;- feste Städte, ׳Schänzen und kleinere Städte in der Umgebung ohne Zahl ( . . es folgen verschiedene Festungsbestürmer) 200,150 : Menschen, jung, alt, männlich und weiblich, Pferde, Wildesel, Esel, Kamele, Rinder und Schafe ohne Zahl, führte ich hinaus. Hier haben wir einen zeitgenössischen Bericht, welcher besagt, dass um die Zeit Iliskias die ganze Bevölkerung Judäas, ausser Jerusalem, nach Assyrien weggeführt1) wurde. Wenn nun auch zwischen dieser Eroberung Sancheribs und der späteren Kebochodnozors ein Zeitraum von über 100 Jahren liegt, so wird immerhin eine sehr ansehnliche Bevölkerung sich in der Umgehung Jerusalems kaum mehr ׳ entwickelt habe□. Die ״H u n de r t ta u se n d e von Perso ne n,“ mit denen M e y er und G u t he rechnen, sind demnach eine reine Illusion, zumal die Gelehrten seihst zugeben, dass die Stadt Jerusalem höchstens eine Bevölkerung von 20—30.000 Personen gehabt haben könne. Mag man nun ׳ die Zahl der Deportierten so hoch ansetzen, wie immer man will, so kann die Zahl der n a c h der babylonischen Deportation Zurückgebliebenen in keinem-Fall bedeutend gewesen sein. Wollte man jedoch mit Guthe . trotzdem eine 1j Meyers Bemerkung־, es könnte liier blos von־ einem Tributpflichtig־ - . machen die Bede sein, ist ganz haltlos, da hier die Menschen neben dein Vieh als Beute aufgezählt werden. Wenn Meyer liier das häufige "אשלל" vermisst, so ist in einem Fragmente dieser Prismainschrift die Phrase "אלמי אכשד אשלל" — wenn auch nicht ganz deutlich — wohl enthalten, (vgl. Besold K. B. II. £4). ־,, : ־ ■׳ ־