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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-11-01 · Heft 11-12 (November 1902) · p. Seite 492

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 11-12 (November 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-11-01
Page
Seite 492 (sequence 2)
Language
German
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492- Die Wiederherstellung־' Israels unter den Ächärnenideh. wird Niemähd bezweifeln. Wenn aber Meyer (Gesch. d* Alt 1901, 194) behauptet, dass die Propheten eine Niederlage des persischen Reiches durch diese Empörungen erwartet hätten, und dass eben diese Erwartung ihnen den Muth zur Wiederaufnahme des Tempelbaues verliehen hätte, so geräth er hierdurch in vielfache Widersprüche. Denn erstens kommt in den Aeusserungen der Propheten viel eher die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Empörungen durch den Sieg Persiens unterdrückt werden würden (Vrgl. den Plural. ממלכות in T. 22). Besonders aus den Worten des Sech. (1, 10—15) geht deutlich hervor, dass die Kriege am 24. Schebat schon längst beendigt waren. Zweitens hat ja die hochherzige Genehmigung zum Tempelbau aus der Kyroszeit noch he-. standen, und nur die inneren Verhältnisse Palästinas waren für den Weiterbau ungünstig gewesen. Welche Ursache hätten nun die Propheten haben sollen, den Untergang des persischen Reiches herbeizuwfinschen? Drittens war ja bekanntlich der Hauptkampf des Darius gerade gegen das aufständische Babylon gerichtet. Hätte nun der Babylonier statt des Persers den Sieg davon getragen, so wäre gewiss die altbabylonisehe Unterdrückungspolitik wieder in Kraft getreten. Im Gegensatz dazu liegt nichts näher als die Annahme, dass die Propheten gerade die Ruhe im persischen Reiche (Sech. 1,10—15) in Folge der Unterdrückung der Aufstände im Auge hatten. Sie findet auch ihre Bestätigung in der auffälligen Thatsache, dass der Ausspruch des Propheten Haggai über die Niederlage der empörten Völker gerade 2 Tage vor der Wiedereroberung Babels durch Darius Hysfcaspis verkündet wurde. Hagg. 2,18. heisst es: יום עשרים ׳וארבעה לתשיעי, in der Be-, histuninschrift, 36, lesen! wir^r^ (1(5מי 26?2 ארח כסלרי נתפשה. * . Die Prophetenrufe waren dieses Mal nicht wie Stimmen des Predigers in der Wüste. Schon im zweiten Regierungsjahr des Darius ging man ans Werk, und dieses machte, begleitet von den begeisterten Prophetenworten, ansehnliche Fortschritte (Esra 4, 24, 5, 2, Hagg. 1. 1 — 152 * *j. ג) Warum Meyer die beiden Ereignisse auf einen Tag verlegt, ist nicht einzuseheri. (Meyer Gesch.'d. Alt. 1901, 190). 2) Aus Sech. 1, 12, wollen manche den Schluss ziehen, dass unter Darius Hystaspis der Tempel noch nicht vollendet wurde, sonst hätte der Prophet diese Klage nicht erheben können. Allein, die Klage über

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