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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-09-01 · Heft 9-10 (September 1902) · p. Seite 446

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 9-10 (September 1902)
Article
Die Amoräer in neuer Beleuchtung
Date
1902-09-01
Page
Seite 446 (sequence 8)
Language
German
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446 Die Amoräer in neuer Beleuchtung,. selben Seite Frankel angreift und in der Note 75 bemerkt: קמיע אחת היתד! לכל החוקרים החדשים אשר תלו אותה: בכל שאלה גדולה וקטנה לאמור שזה לא ידע, מזה וזה לא ידע מזה וכר אמנם כי במקום הזה טעה פראנק ע ל טעות גדול מאד. Warum wundert sich denn aber der Verf. so ungemein darüber, dass zwei Personen einander nicht; gekannt haben sollen, wenn es doch möglich ist, dass er selber auf derselben Seite einen Autor im Text ohne Nennung seines Namens benützt, und zugleich in der Note denselben Autor in einer nicht ganz gewöhnlichen Weise angreift. Wie steht es nun mit den Belegen, die der Verfasser aus Eigenem bei*• bringt? Man findet in ihnen auch nicht eine Spur eines Beweises. Wenn es beispielsweise Kidduschin 26a heisst: בחזקה מגלן אמר הזקיה אמר קרא ושבו בעריכם אשר תפשתם וכד דבי ר״י תנא וירשתם וישבתם נה, so ist das für den Verf. ein Beweis, dass der תנא דבי ר״י eine Baraita zur Erklärung der Misehna ist! VI. Steht es so mit den Behauptungen, für die der Verfasser Beweise anführt, so lässt sich daraus leicht ermessen, wie״ es mit den Behauptungen steht-, die der Verf. kühn hinstellt, ohne es überhaupt für nöthig zu finden, sie näher zu begründen. So behauptet der Verf. z. B. fol. 69 a A 66, dass die Aussprüche, die im Talmud im Namen einer bestimmten Person angeführt wurden, Widerspruch erfahren können, dass die סתמות der Gemara aber yon Allen gemeinsam lestgestellt worden sind und keinen Zweifel unterliegen können. Wir erlauben uns, das gerade Gegentheil zu behaupten. Um sich wirklich zu orientiren und ganz sicher zu geheu, wird man methodisch immer von Aussprüchen ausgehen müssen, die sich an bestimmte Namen knüpfen, und nicht von solchen, die anonym vorgetragen werden. Fol. 70b, A. 68 bemerkt der Verf. : כל מי שיש לו ידיעה בגט׳ בבלי וירושלמי מוכרח להשתומם על דברי פראנקעל בלשונו. הנה המאמרים אשר הובאו מא״י לבבל היו כהורק מכלי אל כלי ני. אם רק נשים עין ולב הננו רואים לפנינו מתוך הבבלי ומתוך הירושלמי כי המתיבתות היו כמו אלו בעיר אחת וכר ואם נמצא לפעמים שנויים בין הבבלי והירושלמי הלא יש כזה גם בבבלי עצמו איכא דאמרי ואיכא דאמדי. Nun, es gibr Leute, die wohl eine ידיעה בבבלי וירושלמי haben und sich erlauben das Gegentheil zu behaupten. Frankel bringt ja Beweiso für seine Behauptung. Glaubt der Verf, etwa die Angelegenheit mit seiner völlig unbewiesenen ׳Bemerkung abgethan zu haben? Wenn Frankel beispielsweise Mebo 44 a nachweist, dass zwei Begebenheiten, die im Jer. er-

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