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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-09-01 · Heft 9-10 (September 1902) · p. Seite 442

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 9-10 (September 1902)
Article
Die Amoräer in neuer Beleuchtung
Date
1902-09-01
Page
Seite 442 (sequence 4)
Language
German
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442 Die Amoräer in neuer Beleuchtung. länglich die Methode des Verfassers als eines Talmudisten. Zum Ueberfiuss verweisen wir aber noch auf S. 218. Hier bespricht der Verfasser die Stelle im Babli Rosch ha-Schanah 18a : אכן נשבעתי לבית עלי אם מתכפר עון בית עלי בזבח ומנחה אמר רבה בזבח ומנחה אינו מתכפר אבל מתכפר בתורה אביי אמר בזבח ומנחה אינו מתכפר אבל מתכפר בתורה ובגמילות חסדים רבה ואביי מרבית עלי קאתו רבה דעסק בתורה חיה ארבעין שנין אביי דעסה בתורה ובגמילות חסדים חיה שיתין שנין. Das Ergebniss, zu dem der Verfasser gelangt, ist nun, dass es auch von R a b b a h heissen müsse זז יי ה ש י ת י ן שנין. Und zwar sollte gerade dadurch hervorgehoben werden, dass zwischen תורה allein und תודח ונטילות חסדים keinerlei Unterschied bestehe. Dem gesunden Menschenverstände leuchtet dies zwar nicht ein, vorausgesetzt dass durch נ״ה der תורה kein Abbruch geschieht, was sehr wohl denkbar ist. Aber selbst wenn wir uns über das Urtheil der gesunden Vernunft hinwegsetzen wollten, wie drückt denn der Talmud den Gedanken aus, dass Beide vereint nicht besser seien als תורה allein? Nach der uns vorliegenden Lesart ist es ganz klar, was der Talmud will. Er will den Gegensatz deutlich hervorheben. Nach der. Auffassung des Verfassers hätte sich der Talmud ganz anders ausdrücken oder wenigstens durch ein Wort andeuten müssen, dass das Resultat bei Abaji und Rabbah das Gleiche war. Nicht übel bemerkt der Verf. 219, A. 99: וטעות המעתיקים הראשונים בא מזה עצמו מלשון הגט׳ רבה ואביי ונו' רבה דעסיק וכד וחשבו שר,פי׳ שיש חילוק בין רבה לאביי ועשו מסמ״ך מ״ם, Nun, die ״ מעתיקים הראשוניםlernten״ eben in Wahrheit nicht verkehrt und lasen so, wie gelesen werden muss. Hierbei kommt noch Folgendes in Betracht: Nicht bloss an der Parallelstelle Jebamot 105a heisst es so wie in Rosch ha- Sch. sondern auch Moed k. 28 wird das Alter Rabbah’s auf 40 Jahre angegeben. Ja noch mehr, es wird sogar Aboda sara 19 b dieses Alter als bekannt vorausgesetzt. Denn auf die Bemerkung, das Alter להוראה sei das 40. Lebensjahr, wird gefragt: והא רבה אורי, wozu Raschi erklärt וכל ימיו לא היה אלא ארבעים. Auf eine eigenthümliche Weise findet sich der Verfässer mit dieser Stelle ab. Er versetzt sie in eine Anmerkung, S. 219 A. 101, und will aus einem דיוק bei R. Chananel, welcher bemerkt כלומד ישב ראש ישיבה ומת בן מ׳ שנה, folgern,, dass auch R. Ch. die LA. שתין vor sich hatte. Auch hier weist der Verfasser auf ein ״דבר נפלא״ hin. Es ist ihm nämlich unverständlich, warum R. Ch. die Worte בלומר ישב

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