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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-09-01 · Heft 9-10 (September 1902) · p. Seite 406

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 9-10 (September 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-09-01
Page
Seite 406 (sequence 12)
Language
German
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406 Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. wegen alle Gesetzeslehrer auf seiner Seite hatte, selbst im Kampfe gegen die Makkabäer. Zu III. Was die dritte Frage Marquards, die Annahme des Pentateuchs seitens der Samaritaner, angeht, so weiss man wirklich nicht, was man ernsthaft dazu sagen soll.. Bleibt es denn auch nach Marquards Annahme nicht ebenso unbegreiflicb, wieso die Samaritaner nachher, ganz gleich wann immer, den ״von ihrem Todfeinde‘1 Esra zum Gesetz erhobenen Pentateuch angenommen haben sollten? Natürlich stellt Marquard fortwährend die 150״-jährige Todfeindschaft“ in den Vordergrund. Dass diese aber nicht in Wirklichkeit, sondern nur in Marquards Phantasie existiert hat, hoffen wir genügend gezeigt zu haben. Es ist nun endlich gegen den Bericht von der Bau- Unterbrechung geltend gemacht worden, dass, abgesehen von dem scheinbaren Widerspruch mit 5, 16, den wir schon oben behandelt haben, es nicht zu begreifen ist, wie die Juden in 5, 16 hätten sagen können ״von der Zeit an wird an dem Tempel gebaut, und noch ist er nicht fertig“, wenn eine solche stattgefunden hätte. Aber hierauf hat schon Meyer mit Recht bemerkt, dass das nur eine geschickte Wendung war, die sie da brauchten. Und in der That können diese Worte nur eine solche gewesen sein, denn sonst stünden sie nicht bloss mit 4, 5 in Widerspruch, sondern mit dem ganzen Berichte von Esra c. 5. Ja selbst eine Hinwegleugnung dieses ganzen Berichtes von 4, 1—5 könnte nichts nützen. Denn 18 Jahre lang können sie doch unmöglich an einem Hause, welches noch nicht fertig war, gebaut haben. Es muss also eine Unterbrechung stattgefunden haben. Hiermit ist der Bericht in Esra 4, 5 gesichert. Dass sie aber in 5, 16 zu einer solchen NothKige Zuflucht nehmen mussten, statt die Begebenheiten so zu schildern, wie sie sich wirklich zugetragen haben, das verstärkt aufs Handgreiflichste was wir oben nachdrücklich hervorgehoben haben, dass nämlich in den Worten ״מרפים ומנהלים וגד״ nichts von Gewaltthätig- *keiten enthalten ist, und dass Solches nicht, wie es von vielen Exegeteii geschehen ist, gegen jeden Sprachgebrauch hineingelegt werden darf. Dann begreift man aber sehr wohl, weshalb die Juden dem Satrapen den wahren Sachverhalt nicht mittheilen konnten. Hätten sie ihm denn etwa erzählen sollen, dass sie ein Unternehmen, welches das höchste und wichtigste für ihre Nation sein musste und als solches auch

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