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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-09-01 · Heft 9-10 (September 1902) · p. Seite 404

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 9-10 (September 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-09-01
Page
Seite 404 (sequence 10)
Language
German
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404- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. weist dies aufs deutlichste.י Es spricht also Alles in Allem durchaus dafür, dass die Samaritaner während des ganzen Jahrhunderts bis zum Auftreten Nehemia’s die günstigsten Aussichten hatten, im Laufe der Jahre die eigentlichen Herren auch Jerusalems zu werden. Als Hauptmoment muss dabei im Auge gehalten werden, dass das einzige Ziel der Samaritaner darauf gerichtet sein musste, eine Majorität in Jerusalem in der Zeit zu erlangen, in welcher es sich hauptsächlich darum bandelte, sich, von den neueingewandertcn Judäern, die die legitime Landesreligion und die legitime Residenz zur Geltung bringen wollten, nicht in den Hintergrund drängen zu lassen. Was spricht nun angesichts dieser so naheliegenden Momente noch für Marquards Ansicht, dass die Samaritaner sich einen eigenen Tempel hätten bauen müssen? Wozu hätten sie denn dieses thun sollen, wenn sie doch die besten Aussichten hatten, in absehbarer Frist Herren von Jerusalem zu werden und zu verbleiben? Ein Concurrenz-Tempel ausserhalb Jerusalems war ja doch nur ein letzter verzweifelter Nothbehelf. In der That haben dann auch wirklich alle fremden Völker, denen später Palästina gehörte, nur in J erusalen), nicht aber in Sämaria, den eigentlichen Sitz der jüdischen Herrschaft und der jüdischen Religion erblickt. Es kann ferner auch keinem Zweifel unterliegen, dass der Mangel an eigenen Gesetzeslehrern und Schriftkundigen, deren sie doch unbedingt bedurften, wenn sie einen Tempel bauen wollten, der dem jernsalemianischen irgendwie gleichkommen sollte, sie an der Realisierung ihrer Absicht hätte hindern müssen. Zu II. Ist es nicht sehr begreiflich, ja sogar sehr einleuchtend, dass die reichen und vornehmen judäischen Kreise, die durch vielfache Verschwägerung und freundschaftliche Beziehungen gemeinsame Sache mit den Samaritanern haben wollten, die Ausbreitung des samaritanisehen Elements, von dem sie sich weder in religiöser, noch in nationaler Hinsicht geschieden fühlten, gerne gesehen haben? Die gewaltsame. Maassregel Esra's, welche die Frauen von ihren •Männern und die Kinder von ihren Eltern trennte, muss diese freundschaftlichen Beziehungen naturgeniäss nur noch, enger gemacht haben, so dass nachher nicht bloss die Samaritaner sondern auch die mit ihnen verwandten und befreundeten Judäer zu den Hassern Esra's und den Gegnern der Isolierung durch

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