Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1902)
- Article
- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
- Date
- 1902-09-01
- Page
- Seite 402 (sequence 8)
- Language
- German
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402 Di0 Wiederherstellung Israels unter den Achameniden. die Juden sich, danach sehnten, dass fremde Stämme sich ihnen anscbiiessen möchten, wird selbstverständlich dadurch hinfällig. Denn hier hatten sie es gar nicht mit Stämmen zu thun, die sieh ihneu anschliessen wollten, sondern mit solchen, die sich jetzt als die Herren des Landes ansahen und darnach strebten, dass die Juden sich ihnen ansch Hessen möchten, um der etwaigen Concurrenz vorzubeugen. M arq 11 ard (Fundamente 55, 57) hält den ganzen Bericht Esra 4, 1—5, ebenfalls für eine Fiction, die die Tendenz hat, das gewaltsame Yorgehen Nehemias gegen die Samaritaner, zu rechtfertigen. Er stellt hierbei folgende Behauptung auf: die Samaritaner haben während der ganzen Zeit seit Kyros bis zuWehemia, sich am Tempelbau betheiligt. Sie haben ihn unter Serubabel bauen helfen und haben auch nachher an dem Cultus theilgenommen. Erst Nehemia suchte die Samaritaner, die ihm nicht orthodox genug schienen, vom Tempel und von Jerusalem fernzuhalten und zu verdrängen. Um nun diese Handlungsweise Nehemia's zu beschönigen, hat der Chronist nachher die Entwickelung so dargestellt, als ob die Samaiitaner schon vom Anfang des Tempelbaues an die Judäer stets verfolgt hätten, während in Wirklichkeit bis zur Zeit Nehemia^s stets ein freundschaftliches Verhältnis zwischen ihnen und den Judäern bestanden hat. Die Gründe, worauf Marquard seine Behauptung stützt, sind folgende : I. Wenn, wie der Chronist berichtet, schon von Anfang an eine Zurückweisung der Samaritaner seitens der Juden stattgefunden hätte, würden es die Samaritaner während der ganzen Zeit bis Heb. nicht unterlassen haben, sich einen eigenen Tempel zu bauen. II. Wenn die Zerwürfnisse zwischen Judäern und Samaritanern schon aus dieser frühen Zeit datierten, wäre es nicht 3u 'begreifen, wieso die vornehmen Judäer, einschliesslieh des Hohenpriesters, während dieser Zeit in freundschaftlicher Beziehung zu den Samaritanern gestanden haben. III. Wie hätten dann die Samaritaner das von den Judäern, die seit 150 Jabren ihre Todfeinde waren, promulgirte jüdische Gesetz annehmen mögen? Darauf ist m. E. folgendes zu erwiedern : A) Ygl. auch Guthe, Gcseh. Isr., 189S, 246,'