Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1902)
- Article
- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
- Date
- 1902-09-01
- Page
- Seite 401 (sequence 7)
- Language
- German
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- Isaiah 1× ep/1005097
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Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. 401 von der vorübergehenden Einigung unter David und Salomo abgesehen — stets fremd und feindlich gewesen war, die von dem Gesetz nichts wussten, die Gott auf jedem hohen Berge und unter jedem grünen Baume verehrten, hätten sich nie .dazu entschliessen können, die alten nationalen Heiligthümer aufzugeben und in dem zerstörten gottverfluchten Jerusalem die Stätte zu erkennen, an der Gott ausschliesslich verehrt sein wollte. Ferner geht aus Jesaja 56, 3—6 deutlich hervor, dass die Juden nach Anschluss fremder Yölker strebteu. Das Gegentheil von dem, was da in Esra 4, 1—5 berichtet wird, muss in Wirklichkeit der Fall gewesen sein. Die Juden werden die Samaritaner um Anschluss ersucht haben und von den Letzteren abschlägig beschieden worden sein. Dass die Behauptung Meyers in diesen Motiven nicht ihre eigentliche Ursache hat. sondern vielmehr darin, dass dieser Bericht unglücklicher Weise vom Chronisten stammt, braucht nicht erst betont zu werden. Die feststehende Thatsache, dass dieselben Samaritaner, denen Meyer einen so grossen Hass gegen die j üdi sehe Religion und das jüdische Gesetz zutraut, einige Jahrzehnte später, — genau lässt sich die Zeit nicht feststellen — die j ü d i s c 11 e Thora und die jüdische Religion acceptirt haben, sich sogar einen jü~ d i s Ö h e 11 Tempel auf dem Gerisimberge gebaut haben, müsste jeden Forscher, und auch Meyer, a priori vermuthen lassen, dass diese Samaritaner gewiss auch schon zur Zeit der Restauration dar nach gestrebt haben werden, die legitime Landesreligion nicht das specifische Eigenthüm der neu eingewanderten Judäer werden zu lassen. Denn darum allein handelte es sich hier. Dass wir in der Motivierung der Behauptung Meyers nicht irren, ersehen wrir auch daraus, dass Meyer auf S. 239 seines Buches es sehr einleuchtend findet, dass Esra die Samaritaner inmitten Jerusalems darum nicht dulden wollte, weil er sie als Götzendiener betrachtete. Warum sollte denn mm nicht auch 8 e r u b a b e 1, der doch das Motiv ihres Vorgehens sehr wohl kannte, der doch sehr wohl wissen konnte, dass es den Samaritanern nicht sowohl um die Tbeilnahme an den jüdischen Gesetzeshandluiigen, als vielmehr hauptsächlich darum zu thuu war, die Minorität der neueingewänderten Colonisten in ihrer Mitte verschwinden zu lassen, es für angemessen gefunden haben, ihr An״ erbieten zurückzuweisen? Desr zweite Einwurf Meyers, dass