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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-09-01 · Heft 9-10 (September 1902) · p. Seite 400

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 9-10 (September 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-09-01
Page
Seite 400 (sequence 6)
Language
German
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400 Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. sein? Ferner ist es doch allbekannt, dass die assyrischen- Könige bei der Aufzählung der Summen ihrer Kriegsgejangenen gern übertreiben, nie aber zu ־wenig angeben* Nun sagt hier Sargon selbst, dass er bloss 27000 Menschen aus der Mitte der Stadt Samaria hinweggeführt habe. Man fragt sich nun unwillkürlich ׳. an wessen Stelle sind die vielen samaritanischen Stämme, die später in der Geschichte Palästinas eine so grosse Rolle spielen, augesiedelt worden? Kamen diese alle nur an Stelle der 27000 Kriegsgefangenen Samarias? Oder soll überhaupt die Verbannung des Zehnstämmereiohes nur in diesen 27000 Manu bestanden haben? Oder hat Sargon noch andere Deportationen der nordpalästinensischen Juden vorgenommen? Warum erwähnt er dann aber in beiden inschriftlichen Berichten nichts davon? Ist man da nicht zu der Annahme genöthigt, dass noch andere Deportationen von und nach Palästina unter den Kaclifolgern Sargons stattgefunden haben müssen? Und in der That sind solche nachweisbar. Ausser der Assarhaddon-In״ schrift-, die schon Schräder erwähnt hat, finden sich auch in schriftliche Berichte bei Assurbanipal von Deportationen aus Palästina uach Assyrien (Assurbaui. Rassana Annalen Col. 9, 115—128). Für Assarhaddon aber war eine Sicherung der Ruhe in Palästina durch Deportationen nöthiger als für seine Vorgänger, da seine Hauptpolitik und sein wichtigster Krieg die Eroberuug Aegyptens war, wofür Palästina der Ausgangspunkt sein musste (Vrgl. die Gesch. Assarhaddons in Hommels Gesch. ״Bab. 11, Assyr.“)* Allerdings ist die Colonisirung Assarhaddons nicht im Königsbuche erwähnt. Aber auch die sonstigen Beziehungen. Assarhaddons zu Israel sind ja im Königsbuclie unerwähnt ge* blieben, während der Chronist öfters dennoch davon Kenntniss hatte (Vrgl. Assarhaddon-Iaschriften, Zerbrochene» Prisma B. C., Col. 5., Z. II. Chr. 33). Meyer (Entst. 119—130) hat nun den ganzen Bericht in Esra 4, 1—5 auf den Kopf gestellt. Dass die Samaritaner die Juden um eine Vereinigung ersucht hätten, scheint ihm ganz ausgeschlossen. Koch unglaublicher aber erscheint ihn!, dass die Juden diese Bitte zurückgewiesen hätten. Directe Beweise konnte er allerdings hierfür nicht erbringen. Aber schon die indirecten scheinen ihm zu genügen. Es sind dies folgende : Die Samaritaner, in denen auch die Ueberreste des Zehnstämmereiches enthalten waren, denen Judäa doch —

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