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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1902) · p. Seite 379

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1902)
Article
[Rezension]
Date
1902-07-01
Page
Seite 379 (sequence 3)
Language
German
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Besprechungen. 379 unt.), und dass דבבא ein dem Assyrischen entlehntes Fremdwort ist. — S. 27. Das talmudische כדי״ umsonst״ geht auf eine rad. כדה zurück und Hegt noch vor im Arab. ״ אכדיerfolglos, vergeblich sein״. — Besonders an* zuerkennen ist, dass Barth gern überall, wo es ihm bekannt geworden ist, auf die alten jüdischen Lexicographen, wie Ibn Ganäh und Ibn Barün zurückverwiesen hat, deren Yergleiehungen sich mit ׳ seinen Aufhellungen decken. Ich habe besonders in meiner in der BEJ. und dann auch im S-A bei Durlacher, Paris 1901 erschienenen Abhandlung über Ibn Barün auf die zahlreichen Uebereinstimmungen aufmerksam gemacht, die auch in der Yergleichungsmethode zwischen Barth, und jenen alten Philologen hervortreten, und wodurch uns die alten jüd. Sprachgelehrten als keineswegs hinter unserer Zeit zurückstehend erscheinen. Es mögen nun noch hier einige Ergänzungen zu Barth’s Werk in dieser Hinsicht folgen. Zu den Ausführungen S. 15 s. v. חבל in der Bedeutung ״Junges“, besonders auch im Sinne von ״trächtig sein, das Junge werfen“, vergleiche schon den ältesten jüd. Lexicographen Juda ben Koreis, Eisäle, ed. Goldberg et Barges, p, 74. 12. 13. zu EL 8, 5 Ps. 7, 15, und meine Abhandlung über J, K., Monatsschrift XLIV, S. 498, s. v. und das. Anm, 12. — Zu S. 35—36. Bei Besprechug des syr. עטם und seines arab. Aequivalentes עתם, wäre auch hinzuweisen auf das h e b r. עתם in Jes. 9, 18, das schon von IG. u. I. Barün durch das arab. als ״finster sein“ erklärt wird. Ygl. ausführlich meine Abhandlung über I. Barün S. 39, und besonders das. Anm. 4. Derselbe Autor vergleicht auch, wie Barth, S. 36. יעתמח »erstes Drittel der FTacht“. — Zu S. 44. sv. *קצו. Für קגצי Hiob 18, 2 vergleicht das Arab. in demselben Sinne schon Samuel ibn Masnüth, in seinem von Buber, Berlin 1889, herausgegebenen Hiobcomm. Ma’jan Gannim, der nach Buber, Einleitung, im XII. Jahrhundert zu Aleppo, nach Neubauer im XIY. Jahrhundert in Spanien anzusetzen ist. Ygl. dort S. 17 : וי׳יא שהוא מעניו עד אנה תשימון מצודות למלי, שבן קור י ן למצודות בלשו! ישמעאל ק נץ« —Zu S. 46—47. sv. .״ רעדsich beschäftigen mit, bewahren“ vgl. auch Ibn Barün s. v. und meine Abhandlung S. 41—42, u. S. 42, Anm. 1 u. 2. — Zum Schlüsse unserer Besprechung der Buches sei uns jedoch noch folgende Bemerkung betreffs eines Principes des Yerfassers gestattet, das zum Theil auch schon in seinen ״Etymologischen Studien“ hervortritt, und zwar seine, wie es scheint, principielle Abweisung der sogenannten etymologischen Bedeutungsconstructionen, der er z. B. S. 16 s. v. חבל Ausdruck giebt. Bei aller Hoch- Schätzung der scharfen philologischen Methode des Yerf. darf aber doch nicht auch jener Seite der sprachwissenschaftlichen Behandlung ihre Berechtigung abgesprochen werden, besonders dann, wenn sich an mehreren Worten derselben Bedeutung derselbe Gedankengang und dieselbe Ideenverbindung wahrnehmen lassen. So betreffs des Wortes חמל S. 19, das Barth nicht mit arab. ״ חמלtragen“ zusammenstellen will, vgl. besonders S. 20, vielmehr mit ״ חלםnachsichtig sein״ vergleicht. Indessen ist zu bemerken, dass arab. חמל auch bedeutet ״trächtig sein“, wovon ״ חמלtoetus“, und ebenso רחם foetus, uterus zu רחם mitleidig sein, gehört. Es ist nun bei den Begriffen ״barmherzig, mild sein״ daran zu denken, dass das Bild des Erbarmens der Mutter, die das Kind g etragen, typisch überhaupt für das Erbarmen geworden ist. Uebrigens bedeutet arab. חמל auch ״geduldig ertragen“, was doch mit ״Mitleid“ im engsten Zusammenhang steht. Ich denke an einer anderen Stelle besonders an einer Wortgruppe solche unabweisbare etymologische Monatsschrift, 46. Jahrgang. 24

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