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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1902) · p. Seite 380

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1902)
Article
[Rezension]
Date
1902-07-01
Page
Seite 380 (sequence 4)
Language
German
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380 Besprechungen. Bedeutu’ngsconstructionen ausführlich zu behandeln.-Biese Meine Meinungsversehiedenl. eit kann uns aber nicht abhalten, der Schrift Barth’s unsere höchste Werthscbätzung zu zollen, die derselben schon wegen ihrer Bedeutung für die Exegese gebührt, und der Hoffnung Ausdruck zu geben, dass der verehrte Lehrer uns noch oft derartige Ergebnisse seiner linguistischen Studien bieten wird. Br. Epp enstein. Behrens, S., Mose ben Maimun’s Mischnah-Commentar znm Tractat Me״ gillah nebst der hebräischen Ueb er Setzung des Josef Ibn Al-Fawwal. Kritische Edition mit Anmerkungen. Breslau 1901, 19 u. 26 SS., 8. Der vorliegenden Edition (Inauguraldissertation) liegen zwei Handschriften zu Grunde : 1) Cod. Ms. or. Qu. Nr. 567 der königl. Bibliothek zu Berlin, die der Hrg. mit Be bezeichnet, und 2) eine Herrn Prof. Br. Bacher in Budapest angehörende Handschrift, die der Hrg. Ba nennt. Bie hebräische Uebersetzung wurde unverändert abgedruckt und deren Fehler in Fussnoten berichtigt. Bezüglich der Transscription begnügt sieb der Hrg. mit der Bemerkung, dass sie ״die in jüdischarabischen Handschriften übliche“ sei und weist hin auf Fleischer in ZBMG XVIII, 338 u. a. Dieses ist aber entschieden ein Mangel, da der Leser, sich zuerst bei Fleischer Batli holen muss, um diese Edition — die doch an und für sich ein Ganzes bilden will und soll — lesen zu können. Bagegen lässt die kurze Charakterisirung der hebr. Uebersetzung nichts zu wünschen übrig. Soviel über die Einleitung. Was den Text anbetrift, so wäre bei der Anlage desselben hin und wieder etwas mehr Akribie angebracht gewesen. Hie und da findet sich nämlich die schlechtere Lesart im Text und die bessere unter t dem Strich. So I, 9—10 oben והסגירו, unten 1,12;והסגירו הבהן oben כהן הגדול unten כהן גדול; IV, 8—9 oben ואנמא הוא, unten ואנמא הי. In der Uebersetzung entspricht אמדו־ ז״ל (I, 1) nicht dem Arabischen, indem ק אל sich auf den Bibelvers (Esth. 9,. 31) und nicht auf eine Stelle im Talmud bezieht. Für den Satz ולא יקרונהא יום אלגמעה (I, 3) fehlt in der Ueber- Setzung ein Aequivalent. Für^ רצה לומר (III, 5) und רוצה לומר (IV, 6—7) ist nach dem Arabischen רצוני לומר zu setzen. Statt des verbesserten אם אין יוכלו לבנלתו (III, 4 Note f) wäre richtiger . אם לא . ״. Zur Anmerkung 20 sei hier bemerkt, dass die Behauptung Herzogs, Maimonides gebrauche für ״Uebersetzung“ nur שרח und für ״Erklärung“ nur תפסיר, auch vom Beferenten, und zwar in dieser Monatsschrift, Jahrg. 1898, S. 431, als gänzlich falsch nachgewiesen worden ist. Bei dem Satze לא יצדקון מנהא נק ולא נקל, hehr. ולא מאמינים ממנה לא תורה שבכתב ולא תורה שבעל פה (IV, 8—9) hätte der Hrg.. darauf hinweisen sollen, dass hier der Gebrauch von נק und נקל bei Maim. am prägnantesten zum Ausdruck kommt, indem ersteres die schriftliche und letzteres die mündliche Lehre bedeutet. Aber geradezu unbegreiflich ist es, wenn in Anm. 30, wo Goldziher und viele Andere herbeigezogen werden, um festzustellen, dass נקל mit ״Tradition“ identisch ist, dieses Satzes gar keine Erwähnung gethan wird. Ber Umstand, dass die Erklärung von ,פואד (vgl. IV, 6—7 u. Anm. 187) zwar in der Uebers., nicht aber im arab. Text enthalten ist, lässt darauf selüiessen, dass dein Uebersetzer nicht nur eine andere ״Mischna-Becension“, sondern auch eine andere Becension des arab. Commentars Vorgelegen hat. Dass Maim. mehr als eine Becension seines Commentars angefertigt hat, ist längst erwiesen. Vgl. Monatsschrift a. a. Q.

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