Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1902)
- Article
- Geschichte des Achtzehngebets
- Date
- 1902-07-01
- Page
- Seite 350 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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350 Geschichte des Achtzehngebets. אומר כניד, כיון שיבא משיח ויפרע מרשעי אומות העולם, מיד גית המקדש .נבנה, לכך אומד אלקי דוד בונה ירושלם 9) Das Gebet der Hanna (I. Sam. 2, 1—19) wird in alten Schriftwerken inhaltlich als Vorbild für das Achtzehngebet angesehen, und die einzelnen Sätze desselben werden mit den Eulogieen der Schemone Esre verglichen : a) Halachoth Gedoloth (ה׳ ברב׳ VI) und Eschkol (I, 19) citieren unter Berufung auf eine Stelle des Jeruschalmi, welche in den Ausgaben nicht vorhanden ist1), eine solche Analogie worin es heisst (2א' דוד ובונה וירם קרן משיחו. b) Ganz ähnlich wird im Midrasch Wajchullu bemerkt, קרן למשיחו דוד, ohne dass einl Vergleich für Jerusalem vorhergeht. Desgleichen fand ich in einem grossen Sammelband in Parma3) (De Rossi 327, p. 12 a) in einem פי׳ י״ח wie folgt : קשת גבורים חתים משק ומבטח לצדיקים וירם קרן משיחו במקום את צמח דוד. c) Im Lek ach Tob zu V M 323 (ed. Ven. 66 c) wiederum heisst es 'וירם קרן משיחו בונה יחשל, was, wie Rapoport bemerkt, nur dann verständlich ist, wenn dieser Segen wie in a) und b) mit David in Verbindung gebracht wird. Während man so in Palaestina und den im Ritus davon abhängigen Ländern die beiden Eulogieen zu einer einzigen vereinigte, hielt man es in Babylonien für unstatthaft, einen Segensspruch אלקי דוד zu schliessen : 1) so heisst es Synh. 107 a, dass König David an Gott die Erage gerichtet habe, מפני מה אומרים א׳ אברהם .... ואין אומרים א׳ דוד woraus doch folgt, dass man eine derartige Benediction nicht mehr kannte. 2) Pes. 117 b wird der Vers ועשיתי לך שם כשם הגדולים אשר בארץ (II Sam. 79) gedeutet תני ר׳ יוסף זהו שאומר מק דוד. Hier haben wir einen deutlichen Hinweis darauf, dass nur diese Benediction der Haphtarah mit dem Namen Davids bekannt war, und 3) wird ebendaselbst im Namen des Rabbah bar l) Vgl. Auerbachs Bemerkung zum Eschkol a. a. 0. a) Sehr beachtenswerlf ist hier, dass der Vf. des Eschkol die Stelle so citiert, wie sie mit seiner Tefilla übereiastimmt, nämlich צמח דוד ובונה ירושלם was wahrscheinlich einen Versuch zur Ausgleichung der Texte darstellt, freilich ohne zu bemerken, dass trotzdem, infolge der Zusammenziehung beider Benedictionen, die Differenz bestehen bleibt. 3) Vgl. Abot di R. Nathan, ed. Scheeliter, S. XXXI.