Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1902)
- Article
- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
- Date
- 1902-07-01
- Page
- Seite 322 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829760-2829765-2884038--31452-2884089- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
322 Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. 15—16. ״״עצ ארן קרב שדה לבננה״? ferner Assurbanipal (Rassam Arm. Col. 10, 98) עצ נשרא עצ ארן תרכית שדא לבננה״" Ebenso berichtet Nabochodonozor von seinem Tempelbau, dass er dazu verwendete ״ ״ראשתי עצ ארני ש אשתו שדו לבננים״die besten Cedernbäume von Libanon״. Ygl. ferner S'argon, (Prunkinschrift, 143, 163. Pave de Portes, 115, Stele 16.), Sancherib (Prisma Col. 8, 47. Bauinschrift des Ikallu sa sanina la isu, 31. 44—45), Nabonid (Grosse Inschrift von Ur. Col. 2, 12, grosser Cylinder aus Abba Habba Col. 2, 10. Anhang I. Col. 1, 22—23). Ygl. hierzu auch die sumerische Inschrift von Gudea von Sirgulla vom Anfang des 3. Jahrtausends vor Ch1\ (Assyr. Z. Sehr. 10, 36 L). Hier hat man mit Tempel» und Palastbauten assyrischer und babylonischer Könige zu thun, die vom Libanon monatelange Reisen weit entfernt wohnten. Wenn die Keilinschriften derartiges berichten, ist selbst» verständlich Niemand überrascht. Wenn aber der Chronist berichtet, dass der Tempel in Jerusalem, welche Stadt bekanntlieh im waldlosen Palästina und in der Nähe des Libanon liegt, aus Cedern des Libanon gebaut worden sei, so muss das ebenso selbstverständlich nach der Meinung sämtlicher Kritiker sofort eine Fiction sein. Und zwar warum? Weil vom salomonischen Tempel dasselbe berichtet wird, und weil nach der modernen exegetischen Methode jeder jüngere Be» rieht, der einen älteren in irgend einem Punkte ähnlich ist, eine Fälschung auf Grund des älteren Berichtes sein muss, selbst wenn diese Berichte sonst miteinander inhaltlich gar nichts gemein haben. Hat denn nicht auch der syrische König Antiochos der Grosse in seinem Privilegium zur Ausbesserung des Tempels in Jerusalem/ Cedern, des Libanon erwähnt (Ygl. Josephus Antiqu. XIII. 3)? Die Geschickliehkeit der Phönizier auf der See ist viel zu bekannt, als dass wir sie hier noch besonders zu beweisen nöthig hätten. K 11 e n e n (Einl. 1892, 170), Bertholet (Marti 1902, 72) finden weiter in Esra 3, 4 einen directen Widerspruch zu Neh. 8, 17; denn nach letzterer Stelle ist das Sukkothfest seit den Tagen Josuas nicht gefeiert worden, während der Chronist hier in Esra 3, 4, es in den Tagen des Serubabel feierlich begangen sein lässt. Während nun Bertholet daraus mit Bestimmtheit schliesst, dass diese beiden Berichte nicht von einer Hand herrühren können, behauptet M a r q 11 a r d (Fundam. 1896, 52), dass Esra 3, 4, eine Nachahmung von Neh. 8, 17 sei. Wie ist